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Evangelische Männerarbeit ist in vielfältigen Angeboten und Veranstaltungsformen präsent. Sie richtet sich an verschiedene Zielgruppen und beachtet sensibel die gesellschaftlichen und geschichtlichen Entwicklungen, die das Leben von Männern jeweils aktuell prägen. Die Grund- und Ausgangslage ihrer Bestrebungen bleibt dabei die Botschaft von der Liebe Gottes.

AKTUELL: 

„Unser Kaffee“ erfreut den Pott

Manchmal kann „eine Tasse Menschlichkeit“ so wichtig sein: als Aufmunterung, als Gesprächsangebot, als Zeichen des Miteinanders. Nicht nur in „Corona-Zeiten“ bieten die Frauen und Männer der Bahnhofsmission dieses Mehr der „Tasse Menschlichkeit“ an. Rund 900 Kilo Kaffee im Jahr braucht etwa die Saarbrücker Bahnhofsmission für dieses Angebot.

900 Pfundspäckchen – also fast eine halbe Tonne – wurden kürzlich in den evangelischen Kirchengemeinden im Kreis Altenkirchen gespendet und von Thorsten Bienemann, Vorsitzender der synodalen Männerarbeit, zur Bahnhofsmission in Essen gebracht. „Kaffee für den Pott“, schmunzelt er.

Als die heimische Männerarbeit im Februar ihre Kaffee-Sammel-Aktion startete – angeregt durch die Landeskirche – war Corona noch nicht im deutschen Alltag angekommen. Bis Mitte März konnten Kaffee oder Teespenden bei den rührigen Männern und in den Gemeindebüros abgegeben werden. Aus allen 15 Kirchengemeinden kamen Spenden, zusätzlich steuerten heimische Unternehmen (REWE Daaden und Kaufland Kirchen) größere Mengen bei.

Ende März sollten die Spenden dann zu einer Bahnhofsmission gebracht werden. Doch bekanntlich stand plötzlich nicht nur die kirchliche Welt Mitte März „still“.

Mit den zunehmenden Lockerungen im Frühsommer wurde nun das Einsammeln vor Ort möglich und auch die Lieferung an die „blauen Engel“ der Bahnhofsmission. Die vielen Kaffee- und Teepäckchen fanden den Weg nach Essen und unterstützen dort, aber auch in Hagen und Dortmund, die Arbeit mit Menschen, die in akuten Nöten oder existentiellen Notlagen sind.

Insgesamt rund 20 000 Mal pro Jahr wird die Hilfe der Essener Bahnhofsmission in Anspruch genommen. Das rund 50-köpfige Team hilft Obdachlosen und  Suchtkranken, aber auch Reisenden, die Hilfe benötigen oder sich in akuten Notsituationen befinden

Groß war die Freude beim Team der Bahnhofsmission als Thorsten Bienemann mit der großen Lieferung ankam. Hat doch auch die Bahnhofsmission in diesen außergewöhnlichen Zeiten die „Quadratur des Kreises“ zu bewältigen: Immer mehr Menschen haben das Bedürfnis nach der „Tasse Menschlichkeit“.

Angebote verkleinert – Spenden gingen zurück

Die Pandemie-Einschränkungen haben nicht nur das Leben von Obdachlosen kräftig durcheinandergewirbelt: geschlossene Aufenthaltsräume, Kontaktbeschränkungen, eingeschränkte Hilfsangebote, Ängste und unerfüllbare Auflagen. Demgegenüber ging die Spendenbereitschaft gegenüber den Einrichtungen, die Hilfsangebote unterbreiten, heftig spürbar zurück. Stationen, die Grundversorgungsleistungen für Bedürftige anbieten, merkten es in den vergangenen Wochen sehr schnell. Nahrungs- und Kleiderspenden blieben aus oder Übergaben und Verteilung litten, manches scheiterte an Schutzbestimmungen.

So erging es auch der Bahnhofsmission in Essen, wie der heimische Männerarbeiter erfuhr. Selbst die Zutaten für die „Tasse Menschlichkeit“ waren knapp geworden und so kam die Spenden aus dem Kirchenkreis Altenkirchen nun im Juni wie gerufen. „Wir freuen uns sehr und sind dankbar für diese Unterstützung“, unterstrich Sandra Dausend, die Leiterin des Essener Caritas-Verbandes.

Streetworker unterwegs mit Heißgetränken

Die Bahnhofsmission in Essen etwa hat neben den eingeschränkten Räumlichkeiten ihre Arbeit weit hinaus auf die Straßen gelenkt. Kaffee wird in der Einrichtung gebrüht und dann von den Streetworkern „aufsuchend“ verteilt. „So bringen wir den Menschen, deren Leben aus den Fugen geraten ist, mit unseren Heißgetränken einen Moment in dem sie dem Alltag kurz entfliehen können, in dem sie durchatmen können…“, erfuhr Bienemann. Ihm zeigte das Wirken der Bahnhofsmission wie eine offene Gesellschaft funktionieren kann. An den Bahnhöfen – dem zentralen Knotenpunkt im Netz der mobilen Gesellschaft – würden sich Menschen aus ihrem Glauben heraus in den Dienst an den Menschen stellen, die besondere Unterstützung brauchen.

Männerarbeit veränderte ihr Gemeinschaftsleben

Die Männerarbeit im Kirchenkreis ist neben dieser Kaffee-Sammel-Aktion auch während der Corona-Zeit hier vor Ort aktiv, unterstreicht Bienemann. Die großen Veranstaltungen (Männerfrühstücker, Fahrten u.a.) fallen zwar aus Schutzgründen noch länger aus, dafür sind aber viele kleine soziale Aktionen im Moment gefragt. „Unser gutes Netzwerk trägt uns bewährt auch unter den Belastungen und wir stehen uns und anderen helfend zur Seite!“. Nicht nur die praktischen Hilfen wie Einkaufshilfen und Besorgungen seien wichtig, viel mehr aber die Gespräche und Kontakte, für die sich die Männer viel Zeit nehmen und nahmen.  „Man kann sich auch mit Abstand gut nahekommen!“

Wer Kontakt sucht kann auch die Männerarbeit weiterhin erreichen unter: Maennerarbeit-ak@t-online.de

Als die Kaffee-Aktion nach Weihnachten von der Männerarbeit – hier beim Auftakt in Kirchen – angeregt wurde, plante man mit einer Sammlung bis Mitte März und der Auslieferung der Kaffee-Spenden zu Frühlingsbeginn. Corona-bedingt musste abgewartet werden und erst jetzt – kurz vor Sommerbeginn konnte Synodalbeauftragter Bienemann die Spenden nach Essen bringen. Dort – Foto oben – war man sehr glücklich. Hatten doch die Kaffeespenden in der Zeit des Lockdowns rapide nachgelassen und gerade jetzt ist „die Tasse Menschlichkeit“ wichtiger und gefragter denn je…

FOTOS: Männerarbeit im Kirchenkreis

 

 

 

ich wieder Platz haben!

Männerfahrt: Präzision auf Bruchteile eines Millimeters

Längst ist Man(n) bei den Fahrten der Männerarbeit des Evangelischen Kirchenkreises interessante Ziele gewohnt, viel hat man bei den Blicken hinter die Kulissen schon erlebt und gesehen. Der Männerbeauftragte des Kirchenkreises, Thorsten Bienemann aus Daaden, hatte jedoch erneut ein interessantes Ziel ausgewählt. Und das kam sehr gut an.

Das unlängst besuchte Mercedes-Benz Werk in Düsseldorf war auch für die erfahrenen Männer etwas Besonderes. Nicht nur aus dem ganzen Kreis Altenkirchen, auch aus den Nachbarkreisen Siegen, Westerwald und Neuwied gab es Anmeldungen. Die Fahrt war so gefragt, dass die Kapazitäten binnen kurzer Zeit erschöpft waren. Und das zu Recht. Rund 6 600 Mitarbeiter, etwa 150 000 Transporter im Jahr – Düsseldorf ist das Leitwerk für Transporter der Daimler AG und ein Automobilwerk der Superlative. Das Werk nimmt eine Fläche von annähernd 700.000 m² ein und fertigt im Dreischicht-Betrieb fast 700 Transporter pro Arbeitstag.

Keines der Fahrzeuge auf Vorrat, alle sind bereits vorbestellt ehe die Fertigung beginnt. Nach einer kurzen Einführung begaben sich die Männer dann mitten ins Herz der Fahrzeugfertigung, in den Rohbau der Karosserie. Und der wartet mit einer Besonderheit auf. In Düsseldorf ist er aufgrund seiner Innenstadtlage und der dadurch begrenzten Ausdehnungsfähigkeit des Werks in zwei Stockwerke gegliedert. Mit unterschiedlichen Schweiß-, Löt- und Klebeverfahren werden die angelieferten Blechteile hier bis auf das Tausendstel eines Millimeters genau zu einer Karosserie verbunden. Und die Männer aus der Region waren hautnah dabei, konnten in der laufenden Fertigung bis dicht ans Band und in die Montage Einblick nehmen. Zu den eindrucksvollsten Stationen gehörte dabei das weltweit größte Scheibenklebezentrum, in dem Roboter mit höchster Präzision alle Scheiben des Fahrzeugs einsetzen. Rund 310 LKW und elf Züge voller Sprinter verlassen das Werk Düsseldorf täglich mit neuen Transportern. Ausgestattet mit einer Unmenge an Informationen und einem Buchgeschenk der Daimler AG, begaben sich die Männer im  Anschluss in die Düsseldorfer Altstadt, bevor man sich am Abend, begleitet von einer Andacht des Kirchener Pfarrers Eckhard Dierig, mit einer ausgesprochen positiven Resonanz auf den Weg nach Hause machte. Thorsten Bienemann dankte den Männern für Ihr ungebrochenes Interesse und Ihre Unterstützung der Männerarbeit und versprach schon bald eine Fortsetzung.

(Text + Foto: Männerarbeit)

 

Daaden nun fest auf der Pilgerlandkarte 

 

Pilgern ist en vogue und dabei muss nicht immer ein Buch herauskommen. Auch evangelische Männer haben das Pilgern für sich entdeckt und die Evangelische Kirche Deutschlands hält inzwischen umfangreiche Angebote zum Pilgern bereit. Eines davon findet sich nun auch vor unserer Haustür.

Pilgern ist bereits seit einigen Jahren fester Bestandteil der heimischen Männerarbeit und so entstand in der Folge 2016 mit der Zusammenarbeit der fünf Kirchenkreise Altenkirchen, An der Agger, An Sieg und Rhein, Köln Rechtsrheinisch und Lennep ein Kooperationsraum, der vom Rheinland bis in den Westerwald und vom Bergischen Land bis an den Rhein über 400 000 Gemeindemitglieder umfasst.

Nach einem Auftakt bei dem 2014 rund um Leuscheid und 2016 rund um Daaden gepilgert wurde, gelang es dem Männerbeauftragten des Kirchenkreises Altenkirchen, Thorsten Bienemann nun, den (Kirchen)kreis Altenkirchen fest auf der Pilgerlandkarte der Rheinischen Landeskirche zu etablieren. Bei einem Treffen der fünf Kirchenkreise zu Jahresbeginn wurde der neugestaltete, rund 18Kilometer lange Pilgerweg rund um Daaden, erstmals vorgestellt.

Thorsten Bienemann und Pfarrer Steffen Sorgatz begrüßten Vertreter der Kirchenkreise und den Pilgerbeauftragten der Rheinischen Landeskirche in den Räumen der Kirchengemeinde Daaden. Auch die kommunalen Vertreter, allen voran Stadtbürgermeister Walter Strunk und der 1. Beigeordnete Michael Bender, begrüßten die Gäste herzlich und freuten sich sehr darüber, dass Daaden nun im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Weg liegt. Stadtbürgermeister Strunk unterstrich, dass dies eine besondere Auszeichnung für die jüngste Stadt in Rheinland-Pfalz sei und dankte Thorsten Bienemann für sein großartiges Engagement.

Bei den jüngsten Pilgertagen hatten sich Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet angemeldet und Strunk betonte, dass man in Daaden nicht nur beste Voraussetzungen für Unterkunft und Verpflegung der Pilger vorfinde, sondern auch ein hervorragendes Wegenetz. Und dieses Wegenetz stellte dann auch Michael Bender, Naturschutzwart des Westerwald-Vereins Daaden, in höchst kompetenter Weise vor. Bender hatte zuvor das Profil der Pilgerstrecke erarbeitet und bei der Wegführung die Leitung übernommen. Bereits 2016 hatte der Verein die Veranstaltung auf der Hausstrecke mit Schatzmeister Dieter Jung tatkräftig unterstützt. Zukünftig wird in regelmäßigen Abständen jeder der fünf Kirchenkreise dann abwechselnd Gastgeber sein. Geplant ist auch eine Vorstellung der Kooperation auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag, sowie eine Intensivierung der Zusammenarbeit in anderen Themenbereichen. Bevor sich die Teilnehmer auf den Heimweg machten, wurden Sie von Pfarrer Sorgatz mit einem Reisesegen verabschiedet. Thorsten Bienemann bedankte sich bei Kirchengemeinde, Stadt und Westerwald-Verein und betonte, wie wichtig die Unterstützung der Institutionen für die Männerarbeit des Kirchenkreises ist. Start des Pilgertages ist am 13.06.2020 vor der Daadener Barockkirche, die damit auch offiziell zu einem Ausgangspunkt auf dem Pilgerwegenetz avanciert.

Weitere Informationen zur Männerarbeit und zum Pilgerweg sind erhältlich bei Thorsten Bienemann aus Daaden über maennerarbeit-ak@t-online.de

Text und Bild: Männerarbeit

 

 

Informationen zur Männerarbeit sind erhältlich beim Männerbeauftragten des Kirchenkreises, Thorsten Bienemann, unter  maennerarbeit-ak@t-online.de oder bei der Superintendentur des Kirchenkreises 02681/800835.

 

Frühere Aktionen der Männerarbeit: hier