Muku

Seit 1980 besteht eine Partnerschaft des Kirchenkreises Altenkirchen mit dem Kirchenkreis Muku/Kongo.
Gegenseitige Besuche, gemeinsame Projekte und ein stetiger Austausch bilden die Grundlage dieser europäisch-afrikanischen Freundschaft. Da Besuche einer Delegation aus dem Kreis Altenkirchen auf Grund der langjährigen politischen Lage im Kongo noch immer etwas schwieriger sind – 2018 war zuletzt ein Besuch von den Jugendleitern Karolin Schukowski und Micha Utsch und Pfarrerin Almuth Germann (Freusburg) möglich – freut man sich im Kirchenkreis Altenkirchen umso mehr, wenn Gäste aus dem riesigen afrikanischen Kirchenkreis hier in der Region möglich sind.

Auf diesen Seiten wollen wir Ihnen Informationen rund um die Partnerschaft, Aktionen dazu im Kreis Altenkirchen, aber auch direkt aus Muku weitergeben. Zudem finden Sie eine Chronologie der Partnerschaftsarbeit und ältere Meldungen etc. aus der Partnerschaftsarbeit. 

Landkarte vom Kongo (Afrika)

Landkarte von Muku

Aktuell:

Corona und mehr: Partner in Muku herausgefordert (07/20)

Weltweit steigend die Zahlen von Corona-Infektionen! Auch auf dem afrikanischen Kontinent nehmen die Zahlen stetig zu. Unser Partnerkirchenkreis Muku im Kongo gehört aktuell nicht zu den Regionen, die unter einer heftigen Corona-Welle zu leiden haben, aber dort nimmt man – so weit es die äußeren Umstände zulassen – die Hygieneregeln sehr ernst und nutzt alle Gelegenheiten um Menschen über Schutzmaßnahmen zu informieren. So auch bei einer Rundreise der Vorsitzenden der Frauenarbeit – SFF (Service femmes et familles) – Esther Nshobole (Bildmitte). Angeschlossen hatte sich ihr der neue Superintendent Bertin Nzavunabandi Mutarishwa (rechts). Nach seiner Wahl im Februar 2020 nutzte er die Gelegenheit so weitere Gemeinden des riesigen Kirchenkreises kennenzulernen. Esther Nshobole hat uns viele Bilder, Informationen und Grüße zukommen lassen. Der Superintendent grüßt ebenfalls die Menschen hier im Westerwald und an der Sieg.

Ebola, Masern – und jetzt auch noch Corona

Die Demokratische Republik Kongo – im Osten des Landes liegt unser Partnerkirchenkreis – hat – so die Tagesschau-Informationen – neben der Bekämpfung der Corona-Pandemie noch ganz andere Probleme zu lösen. Und das noch „on top“ neben den vielen ungelösten sozialen- und Flüchtlingsfragen, immer wieder aufkeimenden Bandenkriegen. Im Juni gab es einen weiteren Ebola-Ausbruch, nun im Nordwesten des riesigen Landes. Gesundheitsminister Eteni Longondo gab sich zuversichtlich, dass der Infektionsherd der tödlichen Viruserkrankung schnell in den Griff zu bekommen sei.

Die Region, in der die Krankheit jetzt aufgetreten sei, habe bereits Erfahrung im Kampf gegen Ebola, sagte er. „Die Menschen dort wissen schon, was sie tun müssen, damit sich das Virus nicht weiter ausbreitet.“

Der neue Ebola-Ausbruch Anfang Juni war bereits der elfte im Kongo. Dabei ist der zehnte Ausbruch noch nicht vorbei: Im Osten des Kongo, etwa 1200 Kilometer entfernt (nicht unmittelbar in der Region Muku – das Land ist wahrlich riesig!!), kämpfen die Menschen seit August 2018 gegen die Fiebererkrankung. Mehr als 2200 Menschen sind dort seitdem gestorben.

Doch die Demokratische Republik Kongo hat schon seit Monaten mit noch mehr zu kämpfen als den beiden Ebola-Infektionsherden und den steigenden Corona-Infektionen (aktuell – 22.7. 2020 sind es knapp 8500 Infektionen, rund 4300 Genesene und knapp 200 Todesfälle): eine Masernepidemie kommt hinzu, mit bisher mehr als 5600 Toten!

Unter der weltweiten Corona-Epidemie leiden auch die Masern-Schutzimpfungen immens und Ausbrüche dieser Krankheit ziehen schnelle und tödliche Kreise.

Hygiene wird ganz großgeschrieben

Wie unsere Freunde aus Muku berichten, wird dort intensiv auf hygienisches Miteinander geachtet, um zumindest mit den vorhandenen bescheidenen Mitteln einen Corona-Ausbruch zu vermeiden. In den eher ländlichen Bereichen des Kirchenkreises lasse sich mit Abstand, Hände-Hygiene und Vorsicht schon viel erreichen, berichtete Superintendenten Bertin Nzavunabandi Mutarishwa. Größere Risiken birgt das nahe Bukavu. Dort ist alles dichtbesiedelt und Abstand-Halten wird zur Herausforderung. Dies gefährdet auch die Menschen aus der Muku-Region: viel Geschäftliches und der Handel mit den landwirtschaftlichen Produkten der Poste Muku läuft über die rund 700 000-Einwohner-Stadt am Kivu-See.

Das geforderte Händewaschen ist nicht immer leicht umzusetzen. Mangelt es doch vielerorts an fließendem Wasser. So wird mit „Waschstationen“ – auch vor den Versammlungs- und Gottesdiensträumen – gearbeitet. Die Abstandsregeln bei Versammlungen und auch in den Gottesdiensten werden vorgegeben und angemahnt.

Vielfach – so wurde aus den Hinweisen der Frauenarbeit deutlich – kümmern sich die Frauen um die Einhaltung der Hygieneregeln, nähen Masken und geben Tipps.

Esther Nshobole informierte, dass sie u.a. Seminare für die Pfarrfrauen und die Vorsitzenden der Frauenarbeit in den Sektionen Muku und Walungu mit Hygienehinweisen und Nähunterricht anbot. Am Ende jedes Seminars gab es auch für alle Frauen Stoff-Stücke.

 

Fotos von der Rundreise, den Seminaren und den Hygieneschutzmaßnahmen in der Poste Muku:

     

alle Bilder: Frauenarbeit Muku

 

Ostergrüße aus Muku (04/20)

vom neu gewählten Superintendenten  Pfarrer Bertin Nzavunabandi Mutarishwa,

eine Botschaft des Trostes für die Brüder und Schwestern in Altenkirchen. Seien Sie für immer des göttlichen Schutzes versichert.

Ich freue mich, Ihnen meine Grüße zu übermitteln.
Ich bin im Februar vom Exekutivkomitee unserer Kirchenleitung als leitender Pastor (Superintendent) in Nachfolge von Pfarrer Buyana Matandiko nach Muku versetzt worden, letzterer ist im Amt als Evangelist nach Bukavu versetzt worden.

Angesichts der aktuellen Situation der Pandemie beten die Christen in Muku in Familien- und Gruppen. Sie flehen um die göttliche Gnade für dem Planeten Erde. Besonders das Gebet für die Brüder und Schwestern in Deutschland und in Altenkirchen. Geliebte, Gottes Verheißungen sind mit uns:
Psalm 118,17 „Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werke verkündigen! „ und Jesaja 41,10  „Fürchte dich nicht! Ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich  bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit!“geben uns mehr Sicherheit und Sieg gegen den Mitbewohner 1.9.

Zur Feier der Karwoche werden die Christen in Muku die Gebete für alle Völker der Welt intensivieren. Am Karfreitag 10/04 wird von 6.00 bis 15.00 Uhr ein Fastengebet gegen diese globale Krankheit gehalten.

Die Mitarbeiter von Muku senden Ihnen in jeder Weise die besten Wünsche für Ihre Gesundheit.
Möge Gott Sie durch seine Güte schützen.

 

Informationen aus Muku zur Corona-Pandemie dort (04/20)

Wir denken in unseren Gebeten an Sie und alle unsere Freunde, Brüder und Schwestern in Altenkirchen und glauben an Gottes Schutz.

In Süd-Kivu hat unsere Provinz bereits drei bestätigte Fälle von COVID 19, die alle importiert wurden, aber wir befürchten eine großflächige Kontamination, da die Barriere-Maßnahmen nicht gut eingehalten werden, insbesondere in großen Städten, auf Märkten und im öffentlichen Verkehr.
Bislang wurden keine Fälle in den Gebieten und am Rande der Stadt Bukavu gemeldet. In Muku ist es bisher ruhig, aber Gottesdienste, Versammlungen und Zusammenkünfte sind für nicht mehr als 20 Personen erlaubt, und die Schulen sind geschlossen.
Wir werden am Dienstag eine Kleingruppensitzung abhalten, um die Begrüßung der Familie des neuen leitenden Pastors (Superintendent) und die des Pastor-Evangelistenpostens vorzubereiten.

Möge Gott uns alle von dieser Pandemie verschonen.
Grüße und Mitgefühl an alle unsere Freunde aus Altenkirchen.

Mufumu Augustin

Neuer Superintendent für Muku (03/20)

Neuer Superintendent des Kirchenkreises Muku ist Bertin Mutarushwa (Foto). Er wurde dort jüngst gewählt. Der Theologe war zuvor als Evangelist in den Kirchenkreisen Kalungu und Bukavu tätig. Ab Mitte Mai wird Superintendent Bertin Mutarushwa gemeinsam mit einer Delegation aus dem Kirchenkreis Muku zu einem dreiwöchigen Besuch in unserem Kirchenkreis sein.

Bertin Mutarushwa ist Nachfolger des im August 2019 verstorbenen Superintendenten Muhindo Mutarushwa Sylvain, der einen Tag nach einem schweren Autounfall seinen Verletzungen erlag. Als kommissarischer Superintendent hatte bis zur Wahl in 2020 Buyana Matandiko Sosthene gewirkt.

 

 

 

 

 

 

Von der Frauenarbeit im Kirchenkreis Muku erhielten wir die aktuellen Bilder. Ebenso wie die Frauen aus unserer Region feierten sie Anfang März den Weltgebetstag. Hier die Frauen vor dem Gottesdienst vor der Kirche und bei einem anschließenden Beisammensein mit einer Schale „Fufu mit Bohnen“.

Gegenseitig unterstützen sich die Frauen in der Region Muku schon seit vielen Jahren mit Hilfe von „rotierenden Tier-Krediten“. Die Tiere (Meerschweinchen, Kaninchen und diesmal sogar ein Schwein) werden zur Vermehrung untereinander weitergereicht, die Züchtungserfolge verbleiben zum Teil bei den Frauen und werden zum anderen Teil wieder rotierend weitergereicht.

(Alle Fotos wurden uns freundlicherweise aus Muku übermittelt)

 

 

Viel Hilfreiches für die Muku-Partnerschaft erlernt (02/20)

In Sachen „Partnerschaftsprojekte“ machten sich Christa Hillmer und Michael Utsch vom synodalen Ausschuss für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit bei einem zweitägigen Seminar der Hilfsorganisation „Brot für die Welt“ in Berlin fit. Die Begleitung und Kontrolle bis hin zum Abschluss eines Projekts stand im Mittelpunkt dieses bundesweiten Seminars an dem die beiden gemeinsam mit rund 25 Teilnehmenden (von Hamburg bis Freiburg) ganz viel über „Projektmonotoring und Evaluierung“ lernten.

Mit finanzieller Unterstützung von „Brot für die Welt“ ist der heimische Partnerschaftsausschuss dabei die Renovierung des Wasserversorgungs-Projektes „Manunga“ im Partnerkirchenkreis Muku im Kongo voranzutreiben. Mehr zu Manunga siehe unten)!

Wie man mit den Projektanträgen arbeitet, die Geldmittel einsetzt und die erforderlichen Nachweise erbringen kann (Auditoren, Kontrolleure von außen, prüfen dies, das erleichtert die Projektführung und vermittelt hohes Vertrauen für die Spendenden), lernten die Teilnehmer aus dem Kirchenkreis Altenkirchen. Auch für das weitere Kirchenkreis-Projekt „Schulgeld für Muku“ lernten Christa Hillmer und Michel Utsch viel Beachtenswertes.

 

In diesem Jahr wird die 40jährige Partnerschaft zwischen dem Kirchenkreis Altenkirchen und dem Kirchenkreis Muku gefeiert. Im Mai – so hofft der Ausschuss – kann auch wieder eine Delegation aus Muku im Kreis Altenkirchen begrüßt werden. Doch man will dann bei dem Beisammensein nicht nur das persönliche Miteinander pflegen (ein neugewählter Superintendent wird erwartet) und das Partnerschaftsjubiläum feiern, sondern auch die gemeinsame Arbeit an den verbindenden Projekten voranbringen. Dazu soll es im Rahmen des Delegationsbesuches u.a. auch ein Seminar in der Altenkirchener Landjugendakademie geben in das dann die Erkenntnisse aus dem Brot-für-die Welt-Seminar einfließen können.

(Fotos: Heidi Stiewink)

 

Das Projekt Manunga

1984 begannen die gemeinsamen Planungen in Altenkirchen und Muku, um dort eine Brunnenanlage aufzubauen, die vor allem die Krankenstation, aber auch die Menschen, die weite Wege zum Wasserholen hatten, entlasten und „gesundes Wasser“ in die Region bringen sollte.

Eng verbunden ist das Projekt mit Erwin Schneider aus Müschenbach. Der technisch versierte Fachmann hat maßgeblich an der Verwirklichung des Wasser- und Brunnenprojektes „Manunga“ mitgewirkt. MEHR->

Lange Vorarbeiten und Regelungen von Einfuhr- und Zollbestimmungen erlaubten erst Jahre später den Bau der Anlage. „Ohne die Hartnäckigkeit der versierten und freiwilligen Helfer aus dem Kirchenkreis Altenkirchen, die viel Zeit, Fachwissen und Engagement einbrachten, wäre dies nicht gelungen“, betont der kreiskirchliche Ausschuss für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit. Er erinnert daran, dass Erwin Schneider 1993 sogar für mehrere Monate in den Kongo fuhr und als Elektroingenieur dafür sorgte, dass die entsprechenden Strom-Anlagen und Transformatoren gebaut und in Gang gebracht wurden.

1995 war das Projekt „Wasser und Strom“ für Muku abgeschlossen und die Menschen dort – sowie rund 2000 Flüchtlinge aus Ruanda – konnten davon profitieren.

Im Laufe der Jahre – und auch angesichts der schwierigen politischen und kriegerischen Situation im Kivu-Gebiet – waren immer wieder Ausfälle der Wasser- und Stromanlagen in Muku zu bewältigen. Nur mit viel Engagement und Einsatz konnten dringend benötigte Ersatzteile beschafft werden.

Aktuell steht eine so wichtige Überarbeitung an, dass dies nur mit höheren Geldmitteln zu leisten ist und der Ausschuss ist froh, dass Brot für die Welt die Renovierung unterstützt. Die entsprechenden Gelder sind bewilligt und nun tritt man in die Ausbauphase.

    

(Fotos: Kirchenkreis-Archiv/Dührkopp)

 

 

Offizielle Superintendenten-Wahl im Kirchenkreis Muku im Frühjahr 2020 (11/19)

Buyana Matandiko Sosthène wurde – so erfuhr es die Kreissynode bei ihrer Tagung in Daaden – als neuer Interims-Superintendent in Muku bestimmt. Die offizielle Wahl erfolgt im Frühjahr 2020.

Nun hofft man den neuen Superintendenten und seine Begleitung beim Fest der 40 jährigen Partnerschaft Muku/Altenkirchen im Frühsommer 2020 in Altenkirchen kennen zu lernen.

Das Projekt „Zukunft durch Bildung“ siehe unten – das nach der Reise 2018 initiiert wurde – läuft auch weiterhin und Spenden sind gerne gesehen!

Trauer um Mukus Superintendent (08/19)

 

Große Trauer auch im Kirchenkreis Altenkirchen: am 15. August verstarb Superintendent Sylvain Mutarushwa aus dem Partnerkirchenkreis Muku im afrikanischen Kongo. Offenbar hatte der Superintendent am Vorabend einen Verkehrsunfall, wurde danach in Bukavu operiert und starb dort an den Folgen seiner Verletzungen.

Im Kirchenkreis Muku warten die zutiefst bestürzten Menschen nun auf die Rückkehr des Leichnams nach Goma, wo Superintendent Sylvain Mutarushwa beerdigt werden soll. Sein Grab soll neben dem seiner Ehefrau sein. Diese war nach gesundheitlichen Problemen erst vor einem knappen Monat verstorben und wurde am 18. Juli in Goma beerdigt.

Im Mai 2016 besuchte Superintendent Sylvain Mutarushwa mit einer Delegation seines Kirchenkreises den Kreis Altenkirchen und war in dieser gut dreiwöchigen Phase in vielen Gemeinden des Kirchenkreises unterwegs und lernte dabei viele Menschen der Region kennen. U.a. predigte der Superintendent bei Gottesdiensten in Almersbach und Birnbach, war in verschiedenen Ausschüssen, Gemeindegruppen und bei den landwirtschaftlichen Seminaren dabei. Auch den Festakt zum 200. Geburtstag des Landkreises erlebte der Theologe damals mit.

Im Frühjahr 2020 soll in Altenkirchen die 40jährige Partnerschaft des Kirchenkreises Muku mit dem Kirchenkreis Altenkirchen gefeiert werden. Im Ausschuss

für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit sind die Vorbereitungen für einen Besuch einer Muku-Delegation angelaufen. Für das Pfingstsfest 2020 war ein Festakt geplant.

Eine Teilnahme von hiesigen Partnerschafts-Engagierten bei der Beerdigung des Superintendenten in Goma wird nicht machbar sein. Meist innerhalb von zwei Tagen nach dem Tod sind dort die Bestattungen und eine solch kurzfristige Anreise ist nicht umsetzbar.

„Uns bleibt aktuell nur unsere Trauer schriftlich an unsere Freunde in Muku zu übermitteln und für sie zu beten“, bedauert Pfarrer Peter Zahn, Vorsitzender des Ausschusses für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit. Er hat im Namen aller, die in der hiesigen Region mit der Partnerschaftsarbeit verbunden sind, ein Kondolenzschreiben an Pfarrer Robert Byamungu geschickt. Der Theologe, in der Region gebürtig, war über mehrere Jahre im Pfarrdienst im westfälischen Herne aktiv und kehrte kürzlich wieder in den Pfarrdienst in die Kivu-Region des Kongo zurück und ermöglicht so persönliche Kontakte ohne Sprachbarrieren.

In den Kirchengemeinden im Kirchenkreis Altenkirchen wird am Sonntag der Familie des Superintendenten und den Trauernden in Muku fürbittend gedacht. PES.

 Superintendent Sylvain Mutarushwa aus unserem Partnerkirchenkreis Muku im Kongo. Hier eine Aufnahme von seinem Besuch im Kirchenkreis Altenkirchen im Mai 2016. Foto: Kirchenkreis-Archiv

 

 

Angst vor Ebola wächst (07/19)

„Betet für uns – möge Gott die Epidemie von uns fernhalten…“ Im Partnerkirchenkreis Muku im Südkivu des Kongos, der ja ohnehin schon arg gebeutelt ist, ist derzeit auch die Angst vor einer Ebola-Epidemie groß. Jüngst – so berichtete Mufumu Augustin -, wurde sogar die Generalversammlung der CBCA, (Communauté Baptiste au Centre d’Afrique = Kirchenverbund) zu der alle Pfarrer in der Region zusammenkamen, aus Sicherheitsgründen von den Gesundheitsbehörden von Bukavu nach Goma verlegt. So wollte man verhindern, dass das Ebola-Virus, das schon viele Todesfälle im Nordkivu verursacht hat, durch Menschen aus dem Norden auch in Region des Süd-Kivu eingeschleppt wird.

Neben der Sorge um das um sich greifende Ebola-Virus (dazu auch nachfolgende Infos aus dem Deutschen Ärzteblatt) ist man in Muku auch traurig über den Tod der Ehefrau von Superintendent Reverend Sylvain Muhindo. Sie starb während alle Pfarrer zur Generalversammlung in Goma weilten und wurde am 18. Juli in Goma beigesetzt. „Ihre Unterstützung im Gebet wird für die schwere Zeit nötig sein“, schreibt Mufumu Augustin.

 

Mufumu Augustin, zuständig für die Partnerschafts- und Entwicklungsarbeit in Muku, ist schon lange in der Partnerschaftsarbeit aktiv. Er war 2016 beim Delegationsbesuch bereits zum zweiten Mal im Kirchenkreis Altenkirchen und berichtet immer wieder unserem Partnerschaftsausschuss, was es an Neuigkeiten in Muku gibt. Christa Hillmer (Altenkirchen), langjährige Partnerschaftsaktive, übersetzt immer die gelieferten Informationen.

Hier ein Foto aus dem KK-Archiv, das Mufumu Augustin bei seinem Besuch in Schöneberg zeigt. Mit ihm auf dem Bild: Pfarrerin Almuth Germann (Freusburg), die zuletzt 2018 in Muku unterwegs war.

 

 

 

Stichwort: Ebola im Kongo

„Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“

Erst jüngst hat die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hat wegen der anhaltenden Ebola­epidemie im Kongo eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ aus­gerufen.

Damit will die WHO – so berichtet das deutsche Ärzteblatt am 18. Juli – den Kampf gegen die Krankheit im Kongo und den Nachbarlän­dern verschärfen. Sie hofft auch, mehr Gelder für den Einsatz gegen Ebola zu be­kommen. Das von der WHO berechnete Budget für das erste Halbjahr war nur zur Hälfte gedeckt worden.

Das Ärzteblatt berichtet weiter:

Es bleibe bei einer regionalen Bedrohung. Selbst in der Region seien Grenzschlie­ßun­gen nicht nötig. Das könne den Kampf gegen die Krankheit noch erschweren, weil Men­schen dann womöglich Schleichwege benutzten und nicht die offiziellen Grenz­über­gänge, wo medizinisches Personal bei Passanten nach Krankheitsanzeichen Aus­schau hält. „Der Ausschuss hält es nicht für nötig, Überwachungsstellen an Flughäfen oder ande­ren Häfen außerhalb der Region einzurichten“, hieß es in der Mitteilung des Aus­schus­ses. An die betroffenen Länder ging aber die Empfehlung, die Überwachung zu ver­bessern, damit alle Fälle früh entdeckt und die Betroffenen in Behandlungszentren gebracht werden.

Die WHO ist besorgt, weil der Ausbruch nach einem Jahr noch nicht unter Kontrolle ist. In der Millionenstadt Goma gab es am Wochenende den ersten Fall, und im Nachbarland Uganda sind im Juni drei Fälle bekannt geworden. Die Situation in Goma sei unter Kontrolle, versicherte Kongos Ge­sund­heits­mi­nis­ter Oly Ilunga Kalenga in Genf Anfang der Woche. Die Gesundheitsbehörden hätten sich seit Monaten auf einen solchen Fall vorbereitet. Der Betroffene, ein Pastor, der aus Butembo anreiste, ist inzwischen gestorben. Weitere Fälle wurden bis gestern nicht bekannt.

Die WHO geht davon aus, dass bislang womöglich nur 75 Prozent der Fälle entdeckt werden. Manche Betroffene sterben, ohne dass die Familien sich bewusst sind, dass der Angehörige Ebola hatte. Ohne Medikamente sterben 70 Prozent der Infizierten. Mit Medikamenten überleben 70 Prozent. Nachbarländer sollten die regulatorische Genehmigung des noch experimentellen Impfstoffs jetzt voran treiben, damit er im Fall eines Ausbruchs schnell eingesetzt werden kann, so der Ausschuss…

…Für Länder wie Deutschland, fernab des Krisenherdes, hat die Erklärung des Notstan­ds zunächst keine Auswirkungen. „Kein Land sollte Grenzen schließen oder andere Beschränkungen von Reisen und Handel verfügen“, hieß es in den Empfehlungen…

…Die Seuche wütet in einer Region im Osten des Landes, die seit Jahren von rivalisie­ren­den Rebellen terrorisiert wird. Das macht die Bekämpfung besonders schwierig. Helfer werden in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri immer wieder attackiert. Seit An­fang des Jahres gab es nach Angaben der WHO fast 200 Übergriffe, und sieben Ebolahelfer kamen ums Leben…

 

Tage der Partnerschaft am 25./26. Mai 2019 in Altenkirchen/ MEHR->

 

Aktion: Zukunft durch Bildung

 

Zukunft durch Bildung: Schulgeld für Muku

Eine Aktion des Ausschuss für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit im Kirchenkreis

Ansprechpartner: Karolin Schukowski, Almuth Germann oder Michael Utsch

Pfarrerin Almuth Germann (Kirchengemeinde Freusburg), Michael Utsch (Jugendreferent des Kirchenkreises und der Kirchengemeinde Herdorf) und Karolin Schukowski (Jugendleiterin der Kirchengemeinde Gebhardshain) haben im Oktober 2018 den Partnerkirchenkreis in Muku/Ostkongo besucht.

„Die Armut der Menschen vor Ort hat uns sehr betroffen gemacht. Wir haben erfahren, dass viele Kinder die Schule nicht besuchen, weil die Eltern das Schulgeld nicht bezahlen können. Der Besuch der Grundschule kostet pro Kind umgerechnet etwa drei Euro/Monat, der der weiterführenden Schule etwa fünf Euro. Von staatlicher Seite gibt es hier für die Familien keinerlei Unterstützung. Für z.B. nur 36 Euro kann ein Kind also ein Jahr lang die Grundschule besuchen!“

„Wir finden es außerordentlich wichtig, dass Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen lernen können, damit sie eine Zukunft haben. Um diese Kinder in unserem Partnerkirchenkreis in Muku zu unterstützen, wurde ein Spenden für Schulgeld von unserem Verwaltungsamt in Altenkirchen eingerichtet.

Wer dieses Projekt mit unterstützen möchte, kann einen Geldbetrag direkt auf dieses Schulgeldkonto überweisen.

 

Sie können entscheiden, ob Sie einmalig oder für eine längere Zeit dieses Projekt unterstützen möchten.

 

Unser Partnerkirchenkreis in Muku wird eine Aufstellung machen , welche Kinder unterstützt werden. Dadurch kann gewährleistet werden, dass die Spenden bei den bedürftigen Kindern wirklich ankommen. „Im Voraus möchten wir uns – auch im Namen unserer Partner in Muku – schon jetzt für Ihre Unterstützung bedanken!“

Konto für Spenden: Bitte unbedingt den Verwendungszweck „Spende Schulgeld Muku“ angeben!

IBAN: DE94 5735 1030 0000 0021 70

Eine Spendenbescheinigung wird ab 200 Euro vom Verwaltungsamt des Kirchenkreises ausgestellt. Bei Spenden unter 200 Euro genügt die Buchungsbestätigung der Bank bzw. der Überweisungsträger

 

 

Einblicke:

Frauen produzieren Seifen /Sommer 2019

Die Frauenhilfe in Muku – bekannt als „Service Femme et Famille“ kurz SFF, hat kürzlich einen Kurs für viele interessierte Frauen gestartet und gemeinsam haben sie aus Palmöl – Palmen wachsen ja in der Region – und anderen Zutaten Seifenstücke hergestellt. Diese dient – so Esther Nshobole Birhange (Vorsitzende des SFF) – zum Eigengebrauch, ist aber auch eine Möglichkeit für die Frauen durch den Verkauf der selbstgemachten Seifen etwas Geld zu verdienen. Nshobole Birhange schickte auch die schönen Bilder, die Einblicke in die Aktion des SFF gibt:

           

 

Bilder vom Besuch der Delegation in Muku/Oktober 2018

Bilder aus Muku (2018)

Mit dem neuen Dienstwagen (Außen- und Innenansicht) kann nun die Kirchenleitung in Muku die Dienste in dem sehr weitläufigen Kirchenkreis viel leichter bewerkstelligen.

   

Im Mai 2018 wurde das Lagerhaus in Mugogo fertiggestellt.

Oktober 2018

Im Oktober 2018 startete eine Delegation des Kirchenkreises zu einem Besuch nach Muku. Pfarrerin Almuth Germann und die beiden hauptamtlichen Jugendmitarbeitenden Karolin Schukowski und Michael Utsch wollen bei ihrer rund zweiwöchigen Reise einen Schwerpunkt bei der Jugendarbeit setzen. MEHR->

Februar 2018

„Lage im Kongo spitzt sich zu“

Menschenrechtsaktivist appelliert an die Kirchen in Europa/Visite im Ost-Kivu

Jüngst waren drei Mitglieder des kreiskirchlichen Ausschusses für  Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit, Pfarrerin Almuth Germann, Christa Hillmer und Erhard Waßmuth, bei einem „Länderseminar Kongo“ bei der Vereinigten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal und informierten sich dort über die Gesamtsituation (politisch/kirchlich) und erfuhren auch viel Neues, was die Menschen (auch) aus dem Partnerkirchenkreis Muku, der im Ostkongo, nahe des Kivusees liegt, bewegt. Wichtig waren den drei TeilnehmerInnen aus dem Kirchenkreis Altenkirchen  auch die vielen Begegnungen mit anderen Menschen, die Partnerschaften mit dem Kongo pflegen, Kontakte dort hin halten, bzw. aus dieser Region Afrikas kommen.

Froh war auch über den Austausch mit Pfarrer Robert Bizimungu. Der Theologe stammt aus Muku und arbeitet derzeit in einem Austauschprogramm im Kirchenkreis Herne. Im Sommer wird der Pfarrer wieder in die Kivu-Region zurückkehren.

Mukuseminar
Die Altenkirchener Delegation (v.l.: Christa Hillmer, Pfarrerin Almuth Germann, Erhard Waßmuth) im Austausch mit Pfarrer Robert Bizimungu (2.v.l), der aus der Region Muku stammt, derzeit in einem Austauschprogramm in Herne arbeitet und im Sommer wieder in die Kivu-Region zurückkehrt.  Foto: Kirchenkreis

Vorgestellt wurde bei dem zweitägigen Seminar unter anderem auch ein  „Marschallplan für Afrika“, der nach Ansicht von anwesenden Fachleuten mehr Fragen aufwirft als Lösungen verspricht.

„Wichtig ist in jedem Fall, dass wir zu den Partner Kontakt halten – im Herbst  soll es durch Fahrt einer kleinen Delegation aus unserem Kirchenkreis ja auch wieder zu vielen persönlichen Begegnungen kommen“, unterstreicht Christa Hillmer.

Sie  ist froh, dass trotz der vermehrten Hinweise auf Überfälle in der Region des Kivu-Sees, Signale kamen, dass sich diese zumeist im Hinterland abspielen und dass Bukavu und die anderen größeren Städte als „sicher“ angesehen werden können und einen Besuch möglich werden lassen.

 

Gewalt im Ostkongo muss angeprangert werden

Appell von Dr. Denis Mukwege

 

„Die Kirchen in Deutschland müssen endlich ihre Stimme erheben für die alltäglichen Opfer der Gewalt im Ostkongo, vor allem für die ermordeten Kinder und die vergewaltigten Frauen“.
Mit diesem eindringlichen Appell hat der Träger des Alternativen Nobelpreises und des Sacharow-Preises der Europäischen Union, der Gynäkologe Dr. Denis Mukwege, eine Delegation von TheologInnen aufgefordert das Schweigen der Weltöffentlichkeit zur Situation im Ostkongo zu brechen.
Mukwege, der wohl bekannteste Menschenrechtsaktivist des Landes, behandelt im renommierten Panzi- Krankenhaus in Bukavu vor allem vergewaltigte Frauen und Mädchen. Seit 1999 hat er dort über 50.000 Frauen operiert.

Diese sexualisierte Gewalt als strategisches Mittel zur Zerstörung aller Grundlagen der Gesellschaft  ist eindeutig ein Kriegsverbrechen. Für Mukwege bleibt es ein Skandal, dass weder die EU noch die USA diese verfolgen.
Alle Preise, die er erhalten habe, sind für die Menschen im Kongo folgenlos geblieben. Er informierte die Delegation von TheologInnen aus Westfalen, der Nordkirche, dem Rheinland und der Schweiz darüber, dass die Zahl der vergewaltigten Frauen seit kurzem wieder ansteigt.

Dr. Mukwege brachte seiner Enttäuschung zum Ausdruck, dass weder seine Gespräche mit Kanzlerin Merkel noch mit Präsident Macron zu Verbesserungen geführt haben. Insgesamt hätten alle Interventionen auf politischer Ebene nichts bewirkt.
Der Menschenrechtler sieht die Kirchen, besonders in Europa, in der Pflicht, diese systematischen Kriegsverbrechen  anzuprangern. Gerade angesichts der einsetzenden Elektro-Mobilitätswende mit dem enormen Bedarf an Cobalt fürchtet er eine neue Dimension der Ausbeutung des Landes. Die Weltöffentlichkeit, so Mukwege, müsse endlich gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen vorgehen.

Die Delegation unter Leitung von Pfr. Martin Domke und Prof. Traugott Jähnichen war im Februar im Ostkongo und Ruanda unterwegs. Sie besuchten Partnerkirchen wie die baptistische Kirche in Zentralafrika (CBCA) und die presbyterianische Kirche (EPR). Darüber hinaus wurde eine internationale Konferenz in Kooperation mit dem „Dietrich-Bonhoeffer-Zentrum für Öffentliche Theologie in Zentralafrika“ in Kigali durchgeführt.

Das Gespräch mit Dr. Mukwege fand am 6. Februar 2018 im Panzi-Krankenhaus in Bukavu im Ostkongo statt.

 Januar 2018:

 

Lagerhalle

In Mugogo entsteht zur Zeit ein größeres Lager-/Verkaufsgebäude. Es soll vor allem dem Absatz der landwirtschaftlichen Erzeugnisse dienen und die Frauen bei den weiten Transportwegen entlasten. Gleichzeitig soll in dem Gebäude Raum für kirchliches Miteinander und Bildungsarbeit geschaffen werden.

Neuigkeiten aus dem Partnerkreis Muku

Am 25. Februar 2018 ist die Sonntagskollekte für die afrikanischen Freunde gedacht

„Die politische Lage im Kongo ist unverändert angespannt“, so lauten die neuesten Informationen von den Freunden aus dem afrikanischen Kongo.
Nachfolgend Auszüge/Zitate aus den Schreiben unserer Partner, die versuchen uns über die unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsbereiche auf dem Laufenden zu halten:

Das Leben in unserem Kirchenkreis Muku läuft weiter wie bisher, es gibt weiterhin ein reges Gemeindeleben und es gelingt uns den Schulbetrieb einigermaßen aufrecht zu erhalten. Das staatliche Angebot für Schülerinnen und Schüler ist weiter sehr mangelhaft. Ganz wichtig bleibt für uns weiterhin der Einsatz für die Frauenarbeit, hier insbesondere die Erwachsenenbildung, letztere auch in der Landwirtschaft und vor allem die Fortbildung in Sachen „Armutbekämpfung“.

Mit den jährlichen Projektgeldern vom Kirchenkreis Altenkirchen werden gezielt Stipendien gezahlt und der Bau von robusten Gebäuden unterstützt, vorrangig Kirchengebäude, die dann natürlich nicht nur für Gottesdienst, sondern für alle anfallenden Gemeindeaktionen genutzt werden.

Ein gemeindeübergreifendes Projekt beschäftigt uns bereits seit 2006. Es handelt sich um ein Depot, bzw. Verkaufsraum, mit zwei großen Räumen in Bukavu. Dort kam es 2010 zu einem Baustopp, da die Planung der Nationalstraße Nr. 5 über den Bauplatz verliefen…
Jetzt – Ende 2017- kam die erfreuliche Nachricht, dass die Straße mit anderem Verlauf fertig gestellt wurde. Der Rohbau blieb unangetastet und der Ausbau kann nun von uns endlich fortgeführt werden.

Frauen werden besonders entlastet

Inzwischen haben wir auch schon ein wesentlich größeres Projekt, den Bau einer Lagerhalle mit acht Verkaufs-Lagerräumen in Mugogo begonnen.
Mugogo, eine Stadt etwa 40 Kilometer südlich von Muku gelegen, ist ein wichtiges Handelszentrum für landwirtschaftliche Produkte.
Die dort entstehenden Räume sollen insbesondere Frauen aus einem Umkreis bis zu 25 Kilometern entlasten. Sie bekommen damit die Möglichkeit, selbst angebaute und geerntete Früchte aus ihren Dörfern zum Markt zu bringen, anzubieten, aber auch, um noch nicht verkaufte Ware über Nacht dort lagern zu können. Bislang mussten sie nicht verkauftes Gemüse und Früchte wieder auf langen Wegen zurück in ihre Dörfer schleppen und am nächsten Markttag wieder nach Mugogo. Ein ungeheurer Kraft und Zeitaufwand, der zusätzlich der Qualität der angebotenen Waren schadete.

Kollekten aus dem Kirchenkreis Altenkirchen am 25. Februar

Ein weiteres Projekt ist der Wunsch, endlich die Anschaffung eines geländegängigen Autos für den Superintendenten und die Mitarbeiter der Kirche zu realisieren. Nur so sind großen Entfernungen in dem Kirchenkreis zu bewältigen.
Dafür wurden nun alle Gemeinden aufgerufen Geld zu sammeln, ein langwieriges Unterfangen bei der großen Armut dort.
Dennoch es sind inzwischen rund 5.200-Dollar vorhanden!

Auch im Kirchenkreis Altenkirchen  wurde schon bei verschiedenen Anlässen (Erntedankfest in Mehren, Synodengottesdienste u.a.) eifrig gesammelt. Hier kamen bislang ca. 7.000 Euro zusammen. „Nun hoffen wir mit dem letzten großen Spendenaufruf im Zusammenhang mit der Sonntagskollekte von 25. Februar noch die  fehlen noch 5.000,- Euro zu bekommen, um ein stabiles Auto zu kaufen, das über die schlechten Straßen des Kivus an sein Ziel kommt“, unterstreicht Pfarrer Peter Zahn, Vorsitzender des kreiskirchlichen Ausschusses für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit.

Delegationsreise im März geplant

Für Ende März ist geplant, dass eine kleine Delegation aus dem Kirchenkreis Altenkirchen nach Muku reist und dort verstärkt das Thema „Jugendarbeit“ aufgreift. Die in beiden Ländern vorhandenen Konzepte der Jugendarbeit sollen angeschaut und verglichen werden. Beiderseitige Erfahrungen in die Arbeit der Partner einfließen. Die kleine Delegation aus dem Kirchenkreis Altenkirchen wird sich wieder gemeinsam mit einer Delegation aus Herne, die ebenfalls langjährige Kontakte in die Kivu-Region pflegen,  auf den Weg machen.

Der Internationale Kirchenbund Vereinigte Evangelische Mission (VEM) und seine Mitgliedskirchen haben jüngst bekanntgegeben, dass sie die Baptistische Kirche im Kongo verstärkt unterstützen, damit diese vor allem die zahlreichen Flüchtlinge in der krisengeschüttelten Region betreuen und mit Lebensmitteln und Haushaltswaren versorgen können. In einer epd-Nachricht warnt die Weltgesundheitsorganisation vor einer Ausbreitung der Cholera-Epidemie im Kongo. Seit Beginn des Ausbruchs Mitte 2017 seien 55000 Fälle erfasst worden, knapp 1200 seien bislang gestorben. Die Bekämpfung der Epidemie werde durch die anhaltende Gewalt in Teilen der Demokratischen Republik Kongo erschwert, heißt es dort. PES.

Bilder aus Muku:

 

Schule Muku

Neu-/Weiterbau der Schule

Kirche Muku

Blick ins Kirchengebäude in Muku

Verwaltung Muku

Die Gebäude im Hintergrund dienen der Verwaltung des Kirchenkreises in Muku.

 

Besuch im Kirchenkreis Altenkirchen Mai 2016

 Mit vielen Eindrücken zurück in die Heimat

Mehrwöchige Besuchstour der Partner aus Muku brachte Begegnungen zuhauf

Wieder gut in ihrer afrikanischen Heimat gelandet sind unsere Gäste aus dem Partnerkirchenkreis Muku (Demokratische Republik Kongo), die für drei Wochen bei uns sein konnten, vieles erlebt haben und nun ihre Eindrücke und Erfahrungen in  ihren Gemeinden und Einrichtungen im fernen Afrika teilen wollen.

Nach sechs Jahren war es erstmals wieder möglich eine Delegation aus dem Partnerkirchenkreis Muku willkommen zu heißen. Superintendent Reverend Sylvain Muhindo, die Vorsitzende der Frauenarbeit  Esther Nshobole, Augustin Mufumu, zuständig für Partnerschafts- und Entwicklungsarbeit in Muku, Opportune Bisobekwa von der Frauenarbeit und Schulleiter Bingwa Kulimushi nutzten die Zeit bei uns,um hier viele persönliche Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen.
Außer Augustin Mufumu, der schon einmal im Zuge früherer Partnerschafts (bau) Aktion im Kirchenkreis Altenkirchen war, erlebten die vier anderen Delegationsmitglieder, vor allem auch der „neue“ Superintendent Sylvain Muhindo zum ersten Mal unsere Region.

Empfang im Gemeindehaus Daaden

Mit Gaesten

Feierlicher Empfang der Gäste aus dem Partnerkirchenkreis  Muku durch den Partnerschaftsausschuss/Kirchenkreis im Gemeindehaus in Daaden.  Auf drei austauschreiche Wochen freuen sich mit allen Partnerschafts-Aktiven (v.l.): Bingwa Kulimushi, Opportune Bisobekwa, Superintendent Sylvain Muhindo, Superintendentin Andrea Aufderheide, Esther Nshobole, Augustin Mufumu, Pfarrer Peter Zahn und Pfarrer Joachim Dührkopp. Fotos: Petra Stroh

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In vielen Kirchengemeinden, bei Gruppen und Einrichtungen, in Gottesdiensten – hier in Weyerbusch -, in Schulen und Ausschusssitzungen waren die Besucher aus dem Partnerkirchenkreis Muku mit ihren vielen ehrenamtlichen Begleitern unterwegs und suchten den Austausch.

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