Andacht

Grund zum Feiern

Ist das eine langweilige Zeit, die jetzige Zeit des Kirchenjahres?

Nach den christlichen Hochfesten wie Ostern und Pfingsten heißen die Sonntage nun den ganzen Sommer hindurch nur noch 1. Sonntag nach Trinitatis, 2. Sonntag nach Trinitatis, 3. Sonntag nach Trinitatis usw. Wir nennen das die festlose Kirchenjahreszeit. Wie öde! Oder? Nichts zu feiern, wie traurig. Oder?

Nix da – wir feiern auch bei kirchens trotzdem ganz viel.

Ob Jubelkonfirmationen oder Taufen, ob Hochzeiten oder Mitarbeiterfeste. Und: Wir beginnen die festlose Kirchenjahreszeit… mit einem Fest! Es ist ein ziemlich unbekanntes Fest, hat aber einen wundervollen Anlass und tiefen Grund. Es ist das Trinitatisfest, nach dem auch der Sonntag vor den oben genannten Sonntagen benannt ist. Wir feiern, dass Gott dreieinig ist. Dass Gott als unser Schöpfer uns auch weiterhin bewahrender und sorgender Vater bleibt – ein Grund zum Feiern. Dass wir ihn zugleich als Sohn erfahren dürfen, der uns Gnade erwirbt und Liebe vorlebt– ein Grund zum Feiern. Dass er zugleich als Heiliger Geist in seinen Menschen wirkt, indem er Glauben weckt und erhält, uns tröstet, aufrichtet und beflügelt – ein Grund zum Feiern!

Und das wunder- und geheimnisvolle: Alle drei Wirkweisen in einem Gott!

Er ist in sich schon Gemeinschaft, Zusammensein, Miteinander. Ist das nicht ein genialer Grund und Anlass, es ihm gleich zu tun und Gemeinschaft, Zusammensein und Miteinander zu pflegen?

Unter uns Menschen und mit IHM –

meint Pfarrerin Anja Karthäuser, Kirchengemeinde Betzdorf

06/22

 

Gebete und Materialien für Friedensandachten