ANDACHT: 

Reichtum empfangen in Gottes Nähe

Jesus Christus erzählte mal die Geschichte eines Landwirts. Da ging es um Scheunen, die zu klein sind für die reiche Ernte. Wir haben Keller und Dachböden wo Zeug lagert, das wir nicht mehr brauchen. Im Kleiderschrank sind zu viel Teile, die wir seit einem Jahr nicht mehr angezogen haben.
Und wir sind total beschäftigt für unser Leben alles Mögliche zu organisieren. Und wenn wir mal gestorben sind, ist alles vergeblich. Die Frage wurde letzte Woche gestellt: Wovon leben wird denn? Was ist der Hauptinhalt unseres Lebens?  Die Antwort steckt in der Überschrift: Es geht um Reichtum an Liebe, Barmherzigkeit und Gnade. Sie ereignet sich und wird empfangen von Jesus Christus. Nicht irgendwo, sondern in der realen (Kirchen) Gemeinde vor Ort.

Dazu wird uns im Neuen Testament folgend gesagt: „Weil wir auch füreinander verantwortlich sind, wollen wir uns gegenseitig dazu anspornen, einander Liebe zu erweisen und Gutes zu tun“.
Deshalb ist es wichtig, dass wir unseren Zusammenkünften nicht fernbleiben, wie einige sich das angewöhnt haben. Sondern: „Wir ermutigen und helfen uns gegenseitig.“
Im Internet und unseren Gemeindeveröffentlichungen können Sie sich dazu die Informationen holen. Und erleben werden Sie den Reichtum, wenn Sie sich auf den Weg machen. Dorthin, wo christliche Gemeinde vor Ort stattfindet.

Heinz-Günther Brinken, Gemeindepfarrer in Betzdorf

Foto: Eckhard Dierig/Kirchenkreis-Archiv

Mensch und Natur im Gleichgewicht

Beim Besuch einer Sonderausstellung stand ich plötzlich vor einem drei Meter hohen Ungetüm, ganz in schwarz. Ach, es war eine Null. Die schwarze Null! Die, die manchem Finanzverantwortlichen schlaflose Nächte bereitet. Sie steht für Ausgeglichenheit. Ausgewogenes Geben und Nehmen.

In Bezug auf Gott gibt es keine schwarze Null: Wie viel mehr gibt er uns, als wir jemals erwidern können! Niemand kann sich selbst das Leben schenken und mit dem Vollbringen von Wundern hapert’s schon bei einfachen Dingen. In Bezug auf Gott braucht es auch gar keine schwarze Null zu geben, er gibt gerne, mit weitem Herzen, voll Großzügigkeit und ganz aus freien Stücken. Und er geht nicht pleite.

Und wie ist das mit der schwarzen Null in Bezug auf Gottes Welt? Ausgeglichenheit, Geben und Nehmen, Mensch und Natur im Gleichgewicht, das wäre nicht nur schön, sondern auch hilfreich. Rettend und Bewahrend!

Dass unsere Erde aus den Fugen geraten ist, haben wir in diesem Sommer besonders nah und leidvoll erfahren. Wenn die gute Schöpfung Gottes nicht bankrottgehen soll, muss jeder und jede beitragen.

Eine Null wird es nicht sein können. ABER: Wie bei der Haushaltsplanung: Wenn die Null nicht erreichbar ist, bleibt sie trotzdem das Ideal. Als Ideal gibt sie die Zielrichtung vor. Wie kann ich die Schöpfung möglichst wenig kosten? Wie kann ich ihr etwas geben? Mit Verstand hat der Schöpfer uns ausgestattet und für weitere Erkenntnisse und Kraft sie umzusetzen ist es nicht nur erlaubt, sondern erwünscht, um seinen Geist zu bitten!

Gutes Gelingen wünscht Pfarrerin Anja Karthäuser, Kirchengemeinde Betzdorf