Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Kurzfilme vor dem kürzesten Tag des Jahres

Am Dienstag, den 20. Dezember veranstalten das evangelische Jugendzentrum KOMPA, die evangelische Kirchengemeinde Altenkirchen und das Mehrgenerationenhaus „Mittendrin“ ab 14 Uhr einen Kurzfilmtag in der Christuskirche Altenkirchen. Dabei wird jeweils um 14, 16 und 18 Uhr ein Kurzfilm aus den Bereichen Seniorenarbeit, Barrierefreiheit und LGBTQ gezeigt. Nach den einzelnen Filmen besteht die Möglichkeit, miteinander über die Filme ins Gespräch zu kommen.

Herbstsynode blickt in die Zukunft

Andacht mit Pfarrer Martin Göbler und Kreiskantorin Hyejoung Choi

Andacht mit Pfarrer Martin Göbler und Kreiskantorin Hyejoung Choi

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen tagte am Samstag, den 12. November digital. Dabei war der reflektierte Blick in die Zukunft der rote Faden, der sich bereits in der Andacht zeigte. Diese wurde von Pfarrer Martin Göbler und der neuen Kreiskantorin Hyejoung Choi gemeinsam in der Romanischen Basilika Almersbach gestaltet und stand unter dem Motto „Should I stay or should I go?“.

Oberkirchenrat Henning Boecker, hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), sprach als Kirchenkreisbegleiter ein Grußwort, in dem er eine Aussage von Präses Thorsten Latzel anlässlich der Visitation der Kirchenleitung im September in den Mittelpunkt stellte: „Der größte Schatz im Kirchenkreis seid ihr selber: Engagierte, kompetente und zugewandte Menschen!“ Die bemerkenswerte Arbeit aller im Kirchenkreis Tätigen, die allen Krisen und Schwierigkeiten zum Trotz geschieht, war dann auch ein wesentlicher Aspekt des umfassenden Berichtes der Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide.

Superintendentin Andrea Aufderheide berichtet

Superintendentin Andrea Aufderheide berichtet

Konkrete Beschlüsse, Wahlen und Berufungen
Die rund 50 Synodalen beschlossen ein von der Verwaltung erstelltes Personalplanungskonzept, das angesichts des sich abzeichnenden Mangels von Pfarrpersonen für Entlastung in den Gemeinden sorgen soll: Dafür sind Mindeststandards in der personellen Ausstattung in den Bereichen Kirchenmusik, Verwaltung, Küsterdienst, Jugendarbeit und Allgemeine Gemeindearbeit vorgesehen.
Anschließend standen die Finanzen im Mittelpunkt: die Entlastung der Jahresabschlüsse des Jahres 2019, ein Nachtragshaushalt für das Jahr 2022, der hauptsächlich wegen des Übergangs mehrerer KiTa-Trägerschaften von einzelnen Gemeinden hin zum Kirchenkreis nötig wurde, sowie die Finanzplanung für das Jahr 2023.
Daraufhin wurde Sebastian Morgenschweis, der seit 2020 Mitglied der Kreissynode ist, als vierter Stellvertretender Synodalältester bis 2028 gewählt. Zudem wurden insgesamt sechs Personen in Fachausschüsse oder Synodalbeauftragungen des Kirchenkreises berufen: Gerd Dittmann (Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss des Diakonischen Werkes), Pfarrer Karsten Matthis (Vorsitz des Fachausschusses Erwachsenenbildung), Pfarrerin Kirsten Galla (Vorsitz des Fachausschusses Seelsorge), Michael Utsch (Vorsitz des Fachausschusses Ökumene, Eine Welt und Partnerschaftsarbeit), Ralf Müller (Synodalbeauftragung Datenschutz) und Pfarrerin Nicole Eker (Synodalbeauftragung Gemeindeentwicklung und Missionarische Dienste).
Anstelle der nächsten Sommersynode soll am 1. Juli 2023 eine Zukunftswerkstatt zum Thema „Unser Kirchenkreis im Jahr 2035“ stattfinden.

Stichwort: Kreissynode
14 evangelische Kirchengemeinden bilden den Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen. Die Kreissynode ist das Leitungsorgan des Kirchenkreises, sie bestimmt den Kurs der evangelischen Kirche im Kreis. Zu den Mitgliedern zählen alle im Kirchenkreistätigen Pfarrerinnen und Pfarrer sowie aus den Presbyterien der Gemeinden entsandte und berufene Mitglieder. Die Tagungen sind öffentlich und finden in der Regel zweimal im Jahr statt.

Diakonisches Werk erhält Fördermittel für die EUTB ab 2023

Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®)

Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®)

Die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) unterstützt und berät Menschen mit Behinderungen, von Behinderung/Beeinträchtigung bedrohte Menschen und deren Angehörige zu allen Aspekten der Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben. Grundlage ist das Bundesteilhabegesetz. 2018 wurde bundesweit ein Netz solcher Beratungsstellen aufgebaut, für den Landkreis Altenkirchen ist das Diakonische Werk seitdem der Träger. Die Beratungsanliegen sind breit gefächert und die Nachfrage ist groß, Tendenz steigend. So hat das Team der EUTB Altenkirchen im vergangenen Jahr annähernd 400 Beratungen bezogen auf eine Vollzeitstelle durchgeführt. Ab dem Jahr 2023 werden die Beratungsstellen vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales nicht mehr als Projekt gefördert, sondern erhalten einen Zuschuss zu den Personal- und Sachkosten, ein Zeichen dafür, dass diese Stellen gefragt und erfolgreich sind.

Diese positiven Nachrichten erreichten auch den Träger Diakonisches Werk Altenkirchen: Für den Zeitraum ab 2023 hat das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen nach entsprechender Beantragung die Bewilligung erhalten, nicht nur die Beratung für den Landkreis Altenkirchen, sondern zusätzlich auch für den Landkreis Neuwied zu gewährleisten. Dazu wird es neben der gewohnten Beratung im Haus der Ev. Kirche in Altenkirchen künftig auch einen Beratungsstandort in Neuwied, hier ebenfalls im Haus der Kirche in den Räumen des Diakonischen Werks Neuwied geben. Auch regelmäßige Außensprechstunden an verschiedenen Orten in beiden Landkreisen sind vorgesehen. „Wir freuen uns sehr über die Weiterführung der Teilhabeberatung und die Finanzierungszusage des Bundes für die kommenden sieben Jahre, das schafft Verlässlichkeit und Perspektiven“ – so Margit Strunk, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes Altenkirchen. „Die Vorbereitungen für das nun vergrößerte Einzugsgebiet der Kreise Altenkirchen und Neuwied laufen auf Hochtouren und es sind noch Stellenanteile zu besetzen“ so Strunk weiter. Anette Hoffmann-Kuhnt, EUTB-Beraterin ergänzt: „Wir sehen in der aktuellen Förderzusage eine große Chance, Menschen weiterhin ein zeitnahes und niederschwelliges Beratungsangebot zu machen. Die Beratung zeigt Orientierungs-, Planungs- und Entscheidungshilfen auf und informiert Ratsuchende kostenlos über Rechte und Pflichten, mögliche Leistungen, Verfahrensabläufe und Zuständigkeiten.“

Nähere Infos unter
www.diakonie-altenkirchen.de

www.teilhabeberatung.de

Krankenhausseelsorgerin Dorothea Krüger-Sandmann im Ruhestand

Pfarrerin Dorothea Krüger-Sandmann, Pfarrerin i.R. Jutta Braun-Meinecke und Jugendreferentin Carola Paas (v. l.) 2019 bei einem Gedenkgottesdienst in Hamm. (Archiv Kirchenkreis)

Pfarrerin Dorothea Krüger-Sandmann, Pfarrerin i.R. Jutta Braun-Meinecke und Jugendreferentin Carola Paas (v. l.) 2019 bei einem Gedenkgottesdienst in Hamm. (Archiv Kirchenkreis)

Pfarrerin Dorothea Krüger-Sandmann ist zum 1. Oktober 2022 in den Ruhestand gegangen. Seit 2011 hat sie den Dienst der Krankenhausseelsorge im DRK-Klinikum, Standort Altenkirchen, und im psychiatrischen Krankenhaus St. Antonius in Wissen insgesamt im Umfang von 50 % versehen. Dabei waren ihr die Nähe zu den Menschen, der unmittelbare seelsorgliche Kontakt und die Verkündigung des Evangeliums besonders wichtig. Neben der Seelsorge für Patientinnen und Patienten und der Mitarbeiterschaft hielt sie Gottesdienste ab, begleitete ehrenamtlich Mitarbeitende, namentlich: die Grünen Damen. Sie pflegte ökumenische Kontakte auch zu den Ortsgemeinden.

Die aus dem Ruhrgebiet stammende Pfarrerin studierte nach ihrem Abitur 1977 zunächst an der Kirchlichen Hochschule in Wuppertal und dann in Bonn Evangelische Theologie und wurde 1986 in Bonn ordiniert. Nach ihrem Vikariat und Hilfsdienst teilte sie sich die Pfarrstelle in Urbach mit ihrem Ehemann Rémy Sandmann. Als dieser die Pfarrstelle aus familiären Gründen ganz übernahm, folgten für Dorothea Krüger-Sandmann verschiedene Beauftragungen im Kirchenkreis Wied. Ab 2002 war sie nach mehreren Fortbildungen in der Krankenhausseelsorge im Marienhausklinikum St. Antonius und St. Elisabeth sowie der Westerwaldklinik tätig.

Seit gut zehn Jahren hatte sie die halbe Pfarrstelle im Kirchenkreis Altenkirchen für Krankenhausseelsorge inne. Für alle gute Zusammenarbeit mit den Häusern und Gemeinden dankt sie an dieser Stelle. Durch die Seelsorge, die gern als „Muttersprache der Kirche“ bezeichnet wird, öffnete sie Herzenstüren der unterschiedlichsten Menschen und konnte hilfreich begleiten.
Für ihren Ruhestand wünscht Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide Frau Krüger-Sandmann, die nach längerer Krankheit bewusst auf einen Verabschiedungsgottesdienst verzichtet hat, auch im Namen des Kreissynodalvorstandes, des Kirchenkreises und aller Gemeinden, in denen sie Vertretungsgottesdienste übernommen hat, alles erdenkliche Gute und Gottes reichen Segen.

Die Krankenseelsorge im Kirchenkreis Altenkirchen wird nach einem Beschluss der Kreissynode aus dem Jahr 2020 künftig nicht mehr hauptamtlich, sondern mit geschulten Ehrenamtlichen fortgeführt. Die Ausbildung der bereits im März 2022 offiziell in den Dienst gestellten professionellen Seelsorgerinnen im Ehrenamt haben Pfarrerin i. R. Jutta Braun-Meinecke und Pfarrerin Kirsten Galla aus Daaden aufgebaut und geleitet. Zuständig für das Krankenhaus in Altenkirchen ist Petra Krämer; Jutta Blähser, Uta Hinrichs und Janina Strunk betreuen das Krankenhaus in Kirchen.

Pfarrkonvent besucht Mann Naturenergie in Langenbach

Markus Mann (r.) bei seinem Impulsvortrag

Markus Mann (r.) bei seinem Impulsvortrag

Pfarrerinnen und Pfarrer des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen besuchten am 2. November 2022 die Firma Mann Naturenergie in Langenbach. „Energie, die nicht die Welt kostet“ war der bewusst doppeldeutig gewählte Titel des Impulsvortrages, in dem der Gründer und geschäftsführende Gesellschafter Markus Mann unter anderem den Klimaschutz, energiepolitische und friedensethische Fragen auch in einen geopolitischen Zusammenhang stellte.

Sein Plädoyer für eine Demokratisierung und Dezentralisierung der Energieversorgung und für eine Abkehr von der Abhängigkeit der Energielieferungen einzelner autokratisch geführter Staaten unterstrich Markus Mann mit konkreten Projekten vor Ort: Angefangen bei seinem ersten Windrad aus dem Jahr 1991, das bis heute Energie produziert, über etliche weitere Windkraftanlagen, großflächige Solaranlagen oder eben die nachhaltige Verwendung des heimischen Energieträgers Holz.

Über die vielseitigen Möglichkeiten der Holznutzung und -verarbeitung konnten sich die Pfarrerinnen und Pfarrer in der anschließenden Betriebsführung informieren. „Wir machen rundes Holz eckig und eckiges rund“, fasste Markus Mann die Produktionsweise augenzwinkernd zusammen und demonstrierte unter anderem eine Sortieranlage für Stammholz, automatische Sägen für die Kantholz- und Bretterproduktion sowie die Pelletpressanlage, in der anfallende Sägenebenprodukte zu einem nachhaltig ökologischen Energieträger mit besonders kleinem CO2-Fußabdruck werden.

Markus Mann (2. v. l.) bei der Betriebsführung

Markus Mann (2. v. l.) bei der Betriebsführung

„Man will der nächsten Generation ja etwas Gutes hinterlassen – und da ist Ihr Weg der, der weiter führt“, sagte Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide und dankte Markus Mann anschließend für die vielfältigen Einblicke, Eindrücke, An- und Aussichten, die im Hinblick auf die Erhaltung der Schöpfung besonders wertvoll seien.

Aktionen zur Woche der seelischen Gesundheit

Woche der seelischen Gesundheit in Altenkirchen

Woche der seelischen Gesundheit in Altenkirchen

In diesem Jahr steht die so genannte „Woche der Seelischen Gesundheit“ bundesweit unter dem Motto „Reden hebt die Stimmung – Seelisch gesund in unserer Gesellschaft“. Die Schirmherrschaft über diese Aktion hat der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. In über 400 Veranstaltungen informieren psychosoziale Beratungsstellen über ihr bestehendes Hilfsangebot, so auch Verbände und Einrichtungen im Kreis Altenkirchen.

In Kooperation von Silke Seyler vom Mehrgenerationenhaus Mittendrin in Altenkirchen in Trägerschaft der Diakonie, dem Caritasverband Rhein-Sieg in Altenkirchen, vertreten durch Marion Vonhören aus der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch erkrankte Menschen und deren Angehörige und Karin Wallau von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung EUTB des Diakonischen Werkes in Altenkirchen gab es am 13. Oktober 2022 einen Informationsstand mit dem Thema „bipolare Störungen“ vor dem Mehrgenerationenhaus. Am 20. Oktober 2022 in der Zeit von 9 bis 13 Uhr gibt es eine weitere Informationsmöglichkeit zu diesem Thema im Teehaus in Hamm.

Bipolare Störungen sind Depressionen, die sich mit manischen Phasen abwechseln, es kann auch Zeitabschnitte geben, die beschwerdefrei verlaufen. Sie entwickeln sich schleichend und unabhängig von der derzeitigen Lebenssituation. In der depressiven Phase sind die charakteristischen Symptome neben der Antriebslosigkeit, dem negativen Gedankenkarussell und den Konzentrationsschwächen auch ein Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben. Drückt sich die manische Phase als Hypomanie (flache Antriebssteigerung) aus, werden Veränderungen kaum wahrgenommen. Im normalen Gefühlsleben gibt es ebenfalls Schwankungen, die nicht willentlich kontrollierbar sind. Aus diesem Grund werden Menschen mit bipolaren Störungen oft nicht ernst genommen und mit Aussagen, „man muss nur mal richtig wollen“ und „Reiß dich einfach mal zusammen“ an den Rand unserer Gesellschaft gedrückt. Auffällig ist die Zunahme an depressiven Stimmungsschwankungen bei Kindern und Jugendlichen, die im besonderen Maß an der Pandemie gelitten haben und immer noch mit den Nachwirkungen kämpfen.

Auch erwachsene psychisch erkrankte Menschen haben in den letzten beiden Jahren massiv unter den Auswirkungen der Pandemie gelitten, die ihre ohnehin häufig bestehende Isolation weiter befeuert haben. Hinzu kommen jetzt noch Existenzängste unter denen sie aufgrund der anstehenden Verteuerungen von Gas, Strom und Lebenshaltungskosten leiden, da sie häufig nur geringe Einkommen (EU-Rente, Grundsicherung etc.) verfügen.

Betroffene können neben Fachberatungen auch Gesprächskreise, Selbsthilfegruppen usw. als Hilfsangebote nutzen. Die Kontaktaufnahme bedeutet für viele bereits eine Hürde, die erst einmal genommen werden muss. Die Caritas und die Diakonie setzen sich mit ihren Beratungsstellen dafür ein, dass Hemmschwellen abgebaut werden. Darüber hinaus bieten sie Aufklärung über die vorhandenen Unterstützungsmöglichkeiten und helfen Betroffenen die passgenaue Hilfe zu finden.

(Diakonisches Werk Altenkirchen, G. Uhr)

Informationen und Kontakt:

EUTB Altenkirchen und Mehrgenerationenhaus Altenkirchen

Anette Hoffmann-Kuhnt, 02681/8008-28, anette.hoffmann@diakonie-altenkirchen.de

Karin Wallau, 02681/8008-20, karin.wallau@diakonie-altenkirchen.de

Silke Seyler, 02681/8008-44, silke.seyler@diakonie-altenkirchen.de

Caritas RHEIN-Sieg Kontakt- und Beratungsstelle

Marion Vonhören 02681/8789253, marion.vonhoeren@caritas-rheinsieg.de

Neue Kreiskantorin bietet Orgelunterricht an

Kreiskantorin Hyejoung Choi am Spieltisch der Orgel der Konzertkirche Altenkirchen

Kreiskantorin Hyejoung Choi am Spieltisch der Orgel der Konzertkirche Altenkirchen

Seit dem 1. September ist Hyejoung Choi die neue Kreiskantorin im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen. „Ich freue mich auf die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen im Kirchenkreis“, sagt die Südkoreanerin, „und ganz besonders darauf, mit vielen unterschiedlichen Menschen Kontakt zu haben und vor allem musizieren zu können!“

Die volle Stelle der B-Kirchenmusikerin teilt sich zu jeweils 50% auf die Kirchengemeinde Altenkirchen und den Kirchenkreis Altenkirchen auf. Neben der Ausgestaltung der Gottesdienste in der Kirchengemeinde, den Proben mit der Kantorei und dem Posaunenchor wird sie im gesamten Kirchenkreis Konzerte, Fortbildungen und vor allem Unterricht im Fach Orgel anbieten: „Kirchenmusik braucht Nachwuchs!“, sagt Hyejoung Choi und sieht in der Nachwuchsgewinnung eine ihrer Hauptaufgaben. „Alle Interessierten mit Grundkenntnissen im Klavierspiel können sich bei mir melden!“, so Choi weiter. Der Unterricht kann in der Kirche der jeweiligen Heimatgemeinde und natürlich auch an der frisch renovierten und erweiterten Walcker-Orgel der Konzertkirche in Altenkirchen stattfinden. Bei allen Fragen zum Orgelunterricht, dem Befähigungsnachweis für das Instrument Orgel oder zu einer möglichen Ausbildung für Kirchenmusik im Nebenamt (C-Kurs) gibt die Kreiskantorin Auskunft per Mail (hyejoung.choi@ekir.de) oder unter 0176 / 303 485 47.

Hyejoung Choi
Hyejoung Choi wurde 1989 in Südkorea geboren und hat in Seoul ihren Bachelorabschluss im Fach Orgel abgelegt, um dann in Freiburg im Breisgau den Masterabschluss bei Prof. Zsigmond Szathmáry anzuschließen. Danach folgte das Konzertexamen in Saarbrücken bei Prof. Andreas Rothkopf. Voraussichtlich im Dezember wird sie das Bachelorstudium in Kirchenmusik in Frankfurt am Main abschließen. Sie ist Orgelstipendiatin 2021/2022 des Kuratoriums Bad Homburger Schloss.

Präses Latzel besucht Pfarrkonvent

Präses Dr. Thorsten Latzel (5. v. r.) referiert vor dem Pfarrkonvent

Präses Dr. Thorsten Latzel (5. v. r.) referiert vor dem Pfarrkonvent. Bild: Kirchenkreis

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Dr. Thorsten Latzel, hat am Mittwoch, den 5. Oktober den Pfarrkonvent des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen im Evangelischen Gemeindehaus in Wissen besucht. Dort stellte er den anwesenden Pfarrerinnen und Pfarrern, Prädikantinnen und Prädikanten sowie Gästen des Konvents das Positionspapier E.K.I.R. 2030 „Wir gestalten ‚evangelisch rheinisch‘ zukunftsfähig“ vor. Das Papier versucht in Zeiten signifikanter Kirchenaustritte, erwarteter Kirchensteuerrückgänge, des Personalmangels und vieler weiterer Problemlagen Denkweisen aufzuzeigen, mit denen nicht nur der Mangel verwaltet, sondern die Zukunft aktiv gestaltet werden kann.

„Wir müssen Kirche konsequent vom Kontakt zum Menschen her denken und nicht aus unseren Strukturen heraus“, sagte Latzel und stellte dabei unter anderem die Stärkung einer servicefreundlichen, qualitätsvollen und vielfältigen Kasualpraxis in den Mittelpunkt. So könnten zu den bisher vorhandenen Kasualien Taufe, Trauung und Trauerfeier auch liturgisch-seelsorgerische Angebote etwa zum Berufsstart, Umzug oder Ruhestand angedacht werden. „Seht die Kirche als Erprobungsraum und macht euch frei, damit ihr eine Kirche sein könnt, die fröhlich, beschwingt und befreit ist“, so der Präses weiter.

In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es bereits etliche funktionierende Ansätze im ländlich geprägten Kirchenkreis Altenkirchen gibt, aber dass natürlich auch noch viel Arbeit zu leisten sein wird. „Es ist wichtig, die Kirche der Zukunft nicht nur zu denken, sondern auch konkret in die Umsetzung zu bringen“, sagte Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide zum Abschluss und dankte dem Präses mit einem Buchgeschenk herzlich für seinen Vortrag und die Anstöße.