Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Helfenden helfen! Austausch und Unterstützung für ehrenamtlich Engagierte

Astrid Kaiser und Ingrid Elyas (v.l.)

Astrid Kaiser und Ingrid Elyas (v.l.)

Helfenden helfen! Unter diesem Motto bietet die Beratungsstelle des Diakonischen Werkes in Altenkirchen ab dem 11. Juli 2022 ein neues Format, in dem ehrenamtlich Helfende Raum für Fragen, zum Austausch und für Anregungen haben.

In Krisen, seien es Naturkatastrophen, Kriege oder schwere Unglücksfälle, zeigt sich stets eine große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung etwa durch Spenden, aber immer auch in Form von ehrenamtlichem Engagement: Menschen, die einfach anpacken. Und aktuell hat der Ukraine-Krieg hat die Bereitschaft zur Hilfe noch einmal verstärkt.
Helfende stoßen im Rahmen ihrer Hilfsbereitschaft oft auf Schmerz und Trauer durch Krieg, Trauma, Entwurzelung, Verlust, Tod und Existenzängste. Unter der Leitung der Diplom-Pädagoginnen Ingrid Elyas (Systemische Familientherapeutin) und Astrid Kaiser (Systemische Beraterin und Supervisorin) bietet die neue Gruppe einen Raum zum Austausch darüber. Auch selbst erlebte, persönliche Grenzen, Zweifel und die eigenen Gefühle finden hier einen Platz. Neben dem Engagement ist es wichtig, die eigenen Kräfte im Blick zu haben und Wege zu finden, angemessenen Abstand zu den Schicksalen und Geschichten der Unterstützten zu finden und eine gute Balance zwischen Nähe und Distanz zu halten.

Die Gruppe trifft sich zum ersten Mal am Montag, den 11. Juli 2022 um 17:00 Uhr im Diakonischen Werk Altenkirchen, Stadthallenweg 16, 57610 Altenkirchen. Treffen sind einmal monatlich geplant, das Angebot ist kostenfrei. Um Anmeldung unter 02681 82496-12 wird gebeten.

Öffentlichkeitsreferentin des Kirchenkreises geht in den Ruhestand

Petra Stroh mit ihrem Nachfolger Aljoschka Dippold

Petra Stroh mit ihrem Nachfolger Aljoschka Dippold

Im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen geht eine Ära zu Ende: Petra Stroh, die seit 27 Jahren für die Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis zuständig ist, geht am 1. Juli in den Ruhestand. „Mein Lebensvorrat an Kommas ist erschöpft, und das heißt für Schreiberlinge: Ruhestand“, sagt die 63-jährige schmunzelnd.

Nach einem Volontariat und mehreren Jahren als Redakteurin bei der Rhein-Zeitung übernahm sie 1995 die Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises und hat sie dabei maßgeblich geprägt. Zunächst versorgte sie die kirchliche Wochenzeitung „Der Weg“, die 2004 durch „chrismon plus Rheinland“ abgelöst wurde, mit regionalen kirchlichen Nachrichten. Es folgte eine mehrjährige Phase der Fernseharbeit für den Regionalsender WWTV in den 90ern. Danach hat sie gemeinsam mit Pfarrer Hans-Jörg Ott die erste Homepage eines Kirchenkreises im südrheinischen Gebiet der Landeskirche aus der Taufe gehoben. Und das alles neben dem Tagesgeschäft: Pressemitteilungen, Mitarbeiterzeitschrift, Newsletter, Jubiläen, Hochzeitsmessen und vieles mehr.

„Petra Stroh war immer zur Stelle, wenn etwas im Kirchenkreis geschah. Dabei fand sie nicht nur stets die richtigen Worte – sie inszenierte ihre Bilder genau und stand mit Rat und Tat zur Seite“, so Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide. Und tatsächlich wird sie intern auch „Karla Kolumna des Kirchenkreises“ genannt, ihr Kürzel PES hat sich fast schon als Marke etabliert.

Petra Stroh im Dienst: Besuch von Heinrich Bedford-Strohm 2018

Petra Stroh im Dienst: Besuch von Heinrich Bedford-Strohm 2018

Auf die Frage nach einem Höhepunkt in ihrer Dienstzeit antwortet Stroh prompt: „Der Kreiskirchentag, den wir 2005 auf der Bindweide, dem Betriebsgelände der Westerwaldbahn, veranstaltet haben! Das war ein Großereignis in – aus heutiger Sicht – wirklich goldenen Zeiten. Da haben wir evangelische Vielfalt gelebt und zu den Menschen gebracht!“

Petra Stroh, die in ihrer Dienstzeit die beiden Superintendenten Rudolf Steege und Eckhard Dierig sowie die heutige Superintendentin Andrea Aufderheide erlebt hat, wird den Kirchenkreis aber weiter ehrenamtlich unterstützen: Das jahrzehntelange Mitglied der Kreis- und der Landessynode bleibt auch weiterhin Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Mitwelt und Bewahrung der Schöpfung im Kirchenkreis.

 

Ihrem Nachfolger Aljoschka Dippold, den sie bereits seit Mai eingearbeitet hat, wünscht sie alles erdenklich Gute, einen gelungenen Start und natürlich immer genügend Satzzeichen: „Auch, wenn er von Fußball keine Ahnung hat!“, ergänzt Stroh, die ein glühender Schalke-Fan ist, in ihrer unnachahmlichen Art.

RhEINklang: Fest für die Kirchenmusik lockt im September nach Düsseldorf

Logo rhEINklangDie Evangelische Kirche im Rheinland feiert die Musik. Und das gleich drei Tage lang: Vom 2. bis 4. September 2022 steht Düsseldorf im Zeichen des Rheinischen Kirchenmusikfestes. Ein Fortbildungsprogramm für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker bildet am Freitag den Auftakt. Workshops für Bläserinnen und Bläser, Sängerinnen und Sänger, Bandmusikerinnen und -musiker sowie den Nachwuchs am Orgeltisch locken am Samstag. Zum Höhepunkt erklingt am Abend des 3. September in der Düsseldorfer Tonhalle ein Festkonzert, bei dem tagsüber Erarbeitetes und Eingeübtes zu hören sein wird. RhEINklang, so der Titel des Rheinischen Kirchenmusikfestes 2022, ist dabei Programm. Zum Finale gibt es am Sonntag in der zentralen Johanneskirche einen Festgottesdienst.

„Miteinander neue Musikstücke kennenzulernen, an inspirierenden Workshops teilzunehmen und dabei die motivierende und auch tröstende Kraft der Musik in großer Gemeinschaft zu erleben, wird uns in dieser Zeit doppelt guttun“, freut sich Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek auf RhEINklang. Bis zu tausend Teilnehmende können beim Kirchenmusikfest Platz finden. Eine Anmeldung für Chöre wie auch für Einzelpersonen ist bis in den August hinein möglich. „Im Zentrum des Kirchenmusikfestes steht das Verbindende“, betont Kirchenmusikdirektorin Brigitte Rauscher, Vorsitzende des Chorverbands in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sowohl im Programm des neuen Chorbuchs RhEINklang als auch im Workshop-Angebot und bei der Festveranstaltung in der Tonhalle gehe es um die Verbindung zwischen Stilen und Sparten, Anspruch und Machbarkeit, Bekanntem und Neuem. „Erleben Chöre und Ensembles unserer Landeskirche einen neuen Schwung, haben wir unser Ziel erreicht“, sagt Rauscher.

Musikalischer Nachwuchs ist fest im Blick

Die veranstaltenden Werke und Verbände in der rheinischen Kirche (Posaunenwerk Rheinland , ChorverbandVerband für Kirchenmusik , Verband für christliche Popularmusik ) nehmen den Nachwuchs gezielt in den Blick. In der Auferstehungskirche im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel etwa ist das Stader Orgelforum zu Gast. Dort erleben Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, wie es sich anfühlt, auf einer großen Orgel zu spielen. Und Jugendliche probieren am wegen der Klangfarbenvielfalt seiner Register Europa-Orgel genannten Instrument Musik aus verschiedenen Epochen und Ländern aus, die sie selbst mitbringen. Der Stadtteil Düsseldorf-Kaiserswerth ist am 3. September Treffpunkt für Bläserinnen und Bläser. Auch die Jüngsten sind bereits mit dabei: „Die Arbeit mit unseren Jungbläserinnen und Jungbläsern liegt uns sehr am Herzen. Darum öffnet eure Autotüren und nehmt jeden Blaswilligen mit“, lädt Landesposaunenwart Kirchenmusikdirektor Jörg Häusler ein. Auf Jugendchorsängerinnen und -sänger zielt die Veranstaltung The Intelligent Choir (TIC) in der Kreuzkirche in Düsseldorf-Pempelfort. Felix Schirmer, Lehrbeauftragter für elementare Chorarbeit an der Uni Köln, wird erlebbar machen, wie musikalische Prozesse im Chor miteinander geteilt und Hierarchien abgebaut werden können. Denn, so die Überzeugung: Verantwortlich für die Musik sind alle zusammen.

Ein neues Chorbuch für den Gottesdienst

Ob Klassik, Pop oder Bläser: Das neue Chorbuch RhEINklang bietet Musik für den Gottesdienst – vielfältig, neu oder zumindest neu arrangiert und vor allem praktikabel. Kompositionen für die gleich­bleibenden liturgischen Bausteine des Gottesdienstes sind ebenso enthalten wie für die im Jahresverlauf wechselnden Themen, Bibelverse und Texte. Dazu zählt die Kantate „Es ist an der Zeit“, ein von Matthias Nagel, Dozent für kirchliche Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford, eigens für das Chorbuch geschaffenes Auftragswerk. In der Düsseldorfer Tonhalle wird es am Samstag, 3. September, uraufgeführt.

Quelle: ekir.de

Sommersynode: „Partizipation – Jugend gestaltet Kirche“

Am 2. Juli 2022 findet in Oberwambach die Sommersynode des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen statt und steht unter dem Thema „Partizipation – Jugend gestaltet Kirche“.

Die Synode, das oberste Leitungsgremium des Kirchenkreises, beginnt um 8:30 mit einem Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Oberwambach, der von Pfarrerin Nicole Eker, Brigitta Ludwig und Jugendlichen aus der Kirchengemeinde und dem Partizipationsprojekt des Kirchenkreises gestaltet wird.

Nach einem Impulsreferat zum Thema Jugendpartizipation von Friederike Epp, Mitglied des Vorstands der Evangelischen Jugend im Rheinland, und Manuela Postl, Referentin im Amt für Jugendarbeit der EKiR, bilden insgesamt acht Workshops den Hauptteil der Synode:
„Ist die Zukunft der Kirche jugendgerecht?“ fragt Manuela Postl im Anschluss und Friederike Epp stellt Überlegungen an, wie (jugend-) partizipativ die Gremien der Kirche sind.
Über Instagram und Social Media referieren Sebastian Morgenschweis und die Web- und Grafikdesignerin Carolin Schwarzbach. Petra Stroh, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Mitwelt und Bewahrung der Schöpfung des Kirchenkreises, zeigt Möglichkeiten generationenübergreifenden Handelns für den Umweltschutz auf.
Michael Utsch und Paula Seifert, Vorsitzender und stellvertretende Vorsitzende des Kreisjugendrings Altenkirchen, berichten aus der Jugendverbandsarbeit, die seit 2019 im Landkreis geleistet wird. Unter dem Motto „GUT DRAUF“ steht die Aktion zur Förderung eines gesunden Lebensstils von Kindern und Jugendlichen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), die Uta Fährmann aus dem Jugendreferat und die Schülerin Emely Hummel vorstellen.
Die Jugendbildungsreferentin Johanna Rohde lotet Chancen und Herausforderungen für junge Presbyter:innen auf – Jugendliche gestalten die Zukunft ihrer Gemeinde im Leitungsgremium aktiv mit. Dominic Pritz und Katja Manz-Schumann vom evangelischen Kinder- und Jugendzentrum KOMPA in Altenkirchen lenken den Blick auf queere Jugendarbeit, die angstfrei und partizipativ Spaß macht.

Anschließend werden Anträge behandelt und es finden Wahlen statt. Das Ende der Tagung ist gegen 16:30 Uhr geplant. Gäste sind bei der Kreissynode herzlich willkommen. Um Anmeldung bei der Superintendentur des Kirchenkreises unter 02681 8008-35 wird gebeten.

Pfarrerin Anja Karthäuser wechselt nach Holpe-Morsbach

Dankbar für die Chance, dass sich in der „alten Heimat“ plötzlich Türen öffneten, ist Pfarrerin Anja Karthäuser. Die Theologin, die bislang mit einer halben Stelle in der Kirchengemeinde Betzdorf und mit einer halben Stelle am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium wirkt, wird zum 1. September als Gemeindepfarrerin nach Holpe-Morsbach wechseln.

In dem Wahlgottesdienst am vergangenen Samstag in der evangelischen Kirche in Holpe wurde die 53jährige Theologin einstimmig in die vakante 100-Prozent-Pfarrstelle gewählt.

Seit Juni 2017 ist Pfarrerin Karthäuser in der Kirchengemeinde Betzdorf, seit Januar 2020 wirkte sie zusätzlich als Schulpfarrerin am Gymnasium.  Dass die Theologin auch eine talentierte Musikerin und Musikliebhaberin ist, zeigte sich an beiden Einsatzorten. Initiiert hat sie u.a. die Konzertreihe „Mittendrin“, die mit einem abwechslungsreichen Angebot Menschen vielfältigen Hörgenuss in der Betzdorfer Kreuzkirche bietet.

In der Kirchengemeinde Holpe-Morsbach und im Kirchenkreis „An der Agger“ ist Pfarrerin Karthäuser keine Unbekannte. Dort im Oberbergischen wirkte sie bis zum Sommer 2017 in verschiedenen Funktionen und war auch während eines Sabbaticals des Pfarrers die „Pfarrerin vor Ort“.

Pfarrerin Anja Karthäuser freut sich, an die alten Verbindungen im Oberbergischen wieder anknüpfen zu können und auch in familiärem Kontext wieder „greifbarer“ zu sein.

Der Übergang zum 1. September ermöglicht ihr, das Schuljahr regulär zu beenden, und gibt ihr, ihrer Gemeinde und der Schulgemeinschaft noch Gelegenheit, sich zu verabschieden und Notwendiges in Ruhe zu regeln.

In den verschiedenen Gremien im Kirchenkreis Altenkirchen und der Gemeinde Betzdorf starten nun die Überlegungen, wie die Arbeit der Theologin künftig fortgesetzt werden kann. U.a. wird auch ihre Stelle als Vorsitzende des kreiskirchlichen Ausschusses für Erwachsenenbildung vakant.

Petra Stroh / Foto: Archiv des Kirchenkreises

Erste Videokonferenz mit Freunden in Muku

Premiere in der über 40jährigen Freundschaft zwischen dem Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen und seinen Partnern in der Demokratischen Republik im Kongo: Mittels Videokonferenz kommen die Mitglieder der „Partnerschaftsausschüsse“ aus Muku und Altenkirchen erstmals zu einem Austausch via Bildschirm zusammen und geben sich auf diesem Weg Einblicke in ihre jeweiligen Lebenswelten.

„Uns geht es gut in Muku“. Die Worte von Superintendent Bertin Mutarushwa beruhigen die Mitglieder des Synodalen Ausschusses für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit, die sich rund um den Vorsitzenden Pfarrer Peter Zahn im Haus der Ev. Kirche in Altenkirchen versammelt haben. Hatte man doch in Altenkirchen vernommen, dass es im Osten Mukus erneut zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Regierungstruppen und der Rebellengruppe M23 kommt. Zehntausend Menschen in diesem Landesteil sind seit Wochen auf der Flucht und leiden unter den gewalttätigen Übergriffen.


Die Flüchtlingsströme haben Goma erreicht und bereiten Pfarrer Robert Byamungu (Bild links) große Sorge.

MEHR

„Pfarrer Robert“ lebt und arbeitet aktuell in Goma. Er stammt aus Muku, lebte mehrere Jahre in Herne/Westfalen und ist im Austausch zwischen Muku und Altenkirchen engagiert eingebunden. Er hilft bei sprachlichen Herausforderungen und auch – als Kenner beider Lebenswelten – beim gelingenden Dialog. Pfarrer Robert hatte deshalb auch in Bukavu die Kirchenkreis-Leitenden und Partnerschaftsaktiven aus Muku am Bildschirm versammelt und leitete die Videokonferenz.

Nachdem die anfänglichen Tonprobleme im Griff waren, gab es auf beiden Seiten große Freude, sich endlich mal wieder im direkten Kontakt austauschen zu können.

Geburtstagstreffen auf 2023 verschoben

Schon für Pfingsten 2020 war ein Besuch einer Delegation aus Muku im Kirchenkreis Altenkirchen geplant. 40 Jahre Partnerschaft sollten vor zwei Jahren gemeinsam gefeiert werden. Doch die Corona-Pandemie vereitelte dieses Vorhaben. So blieb es seit 2018 beim bekannten Austausch mittels eMails, Briefen und Nachrichten über soziale Netzwerke.

Und dies in Zeiten, wo neben Corona auch zahlreiche andere Herausforderungen zu meistern waren. Entsprechend wohltuend war es, als sich die Freunde nun wenigstens auf dem Bildschirm sehen konnten. Für 2023, so Pfarrer Peter Zahn, Vorsitzender des kreiskirchlichen Ausschusses für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit, hofft man, die Gäste aus Muku dann endlich wieder im Kirchenkreis Altenkirchen begrüßen zu können.

Viele Themen im Austausch

Viele Fragen hatten die Gesprächspartner aus Muku an die deutschen Freunde. Etwa zum Ausgang der Bundestagswahlen und den derzeitigen politischen Verhältnissen hier. Interesse gab es auch

am aktuellen kirchlichen Leben,
dem Befinden der Bekannten aus der Partnerschaftsarbeit,
an den Folgen der Corona-Pandemie,
den Wahlen in Frankreich und
wie die Kreissynode (am 2. Juli 2022 in Oberwambach) ablaufen soll, was die Jugend-Partizipation bedeutet und wie man junge Menschen verstärkt in die kirchliche Arbeit einbinden möchte.

Wie man die Jugendlichen aus Muku und Altenkirchen – auch dank der modernen Technik, etwa gemeinsame Sitzungen der Jugendlichen via Skype – besser vernetzen kann, wollen die Verantwortlichen in den beiden Kirchenkreisen nun intensiver ausloten. Jugendreferent Michael Utsch (Foto links/stehend) will sich einsetzen!

Neues aus Muku

Über die schriftlichen Berichte aus Muku MEHR hinaus konnten bei der Videositzungen einige Neuigkeiten vertiefend dargestellt werden. Hier in Stichworten die Berichte von Superintendent Pastor Bertin Mutarushwa, den Partnerschaftskommitee-Mitgliedern Bingwa und Mufomo und den beiden Vertreterinnen von FeF (Frau und Familie/Kirchenkreis Muku), Esther und Elalu.

Fotos (v.l.) Superintendent Bertin und die Partnerschafts-Engagierten Esther, Bingwa und Mufomo.

Kirchliches Leben in Muku:

Bis zu vier Gemeinden werden wöchentlich von den Kirchenkreis-Leitenden besucht. Dort werden gemeinsame Gottesdienste gefeiert und die örtlichen Probleme besprochen, gemeinsame Projekte angegangen. Für 2023 – so der Superintendent – plant man eine weltweite Synode der CBCA, zu der auch der Kirchenkreis Muku gehört.
Auch im Kirchenkreis Muku gab es coronabedingt zahlreiche Unterbrechungen des kirchlichen Lebens. Erst langsam ziehen Alltag und Routine wieder in die Gemeinden, Gruppen und Kreise ein.
Durch den Krieg in der Ukraine und andere globale/weltwirtschaftliche Ursachen klettern die Lebenshaltungskosten – auch durch teures Benzin – unaufhörlich und erschweren den ohnehin schwierigen Alltag der Menschen.

Frauen- und Familienarbeit:
Hier ist man – neben den gut angelaufenen Projekten – neu und intensiver am Start mit einem Programm zur Aufzucht von Kleintieren. Dies soll den Frauen (insbesondere auch den Witwen) Einnahmemöglichkeiten eröffnen.
Dies gilt auch für die Nutzung des Lagerhauses in Mugogo. Hier können die Frauen, die nach langen Fußmärsche ihre Waren und Früchte auf dem Markt anbieten wollen, diese schonend zwischenlagern.

Wasserversorgung Manunga:

Aktuell ist eine der notwendigen Pumpen in Reparatur. In Muku hofft man, dass die Pumpe, die noch relativ jung ist, im Rahmen der Gewährleistung repariert werden kann oder man kostenlosen Ersatz erhält. Auch in der Demokratischen Republik Kongo wartet man derzeit sehr lange auf Ersatzteile und Arbeitsmaterialien.

Schularbeit:

Sehr dankbar ist man in Muku für die Unterstützung der Schulkinder, deren Familien aus eigener Kraft nicht die Geldmittel für einen Schulbesuch aufbringen können. Zum Beginn des neuen Schuljahres am Ende des Sommers werden die Verantwortlichen in Muku wieder eine Liste der bedürftigen Schüler:innen schicken. So können die Gelder aus dem Schulprojekt MEHR zielgerichtet eingesetzt werden. In Muku laufen aktuell – wie überall – die letzten Schulwochen und Prüfungen für die jeweiligen Abschlüsse.

Grußworte der Superintendentin:

KSV-Mitglied Reinhild Roßbach überbrachte den Geschwistern in Muku auch die besonderen Grüße von Superintendentin Andrea Aufderheide.
Dass es 2023 endlich wieder zu einem „richtigen Miteinander“ kommen möge, wünscht sich Aufderheide ebenso wie alle Beteiligten. Mögen auch demnächst häufiger Video-Sitzungen zum Partnerschafts-Austausch dazu gehören (die Vertreter:innen aus Muku müssen dafür den weiten Weg nach Bukavu auf sich nehmen), so können sie vielleicht das Miteinander erleichtern, aber den direkten Kontakt nicht ersetzen.

PES, Fotos: KK Altenkirchen

 

 

 

 

 

 

1. Spiel- und Mitmachfest in Altenkirchen

Spiel- und Mitmachfest

Spiel- und Mitmachfest

Am 25. Juni 2022 findet im Parc de Tarbes das erste Spiel- und Mitmachfest statt!
Von 14 bis 17 Uhr werden viele interessante Aktionen angeboten: Unter anderem bietet das Evangelische Kinder- und Jugendzentrum Altenkirchen KOMPA einen Spieleparcours mit Slackline, Basketball, Fußball u.v.m. an, die Beratungsstelle des Diakonischen Werkes sorgt für luftige und lustige Spiele, das Mehrgenerationenhaus / Haus der Familie Mittendrin startet eine Malaktion „Aus klein wird groß“.

Die Teilnahme ist kostenlos. Bei Starkregen und Unwetter findet die Veranstaltung nicht statt.

Pfingsten: Mehr Geist wagen!

Pfingsten 2022. Foto: Evangelischer Kirchenkreis Altenkirchen

Pfingsten 2022

Das Pfingstfest ist eines der drei großen christlichen Feste: Wie schon Weihnachten und Ostern mit direkt zwei freien Festtagen! Und trotzdem ist das an sich spirituellste Fest der Christenheit gleichzeitig das am wenigsten bekannte. Was wird da eigentlich gefeiert?

Nach dem Leidensweg, dem Tod und der Auferstehung Jesu an Ostern erscheint er einigen seiner Freundinnen und Freunden, die, als sie ihn erkennen, in große Freude ausbrechen. Diese Zeit der irdischen Erscheinungen ist mit Himmelfahrt dann aber endgültig vorbei: Schon wieder ein Abschied für die Jüngerinnen und Jünger auf der Erde. Und nach wie vor eine Zeit großer Angst vor Verfolgung, Leid und Tod.

Doch irgendwann – genauer gesagt am 50. Tag der Osterzeit – treffen sie sich wieder, und viele andere auch. Und dann passiert das schier Unglaubliche: Menschen aus aller Herren Länder sprechen ohne Angst und jeder in seiner eigenen Sprache. Über das, was geschehen ist, über Jesus und das, worauf sie vertrauen. Und sie verstehen sich. Biblisch wird dabei von der Ausgießung des heiligen Geistes gesprochen. Pfingsten ist also ein Fest der Verständigung, der Gemeinschaft und damit auch des Friedens. Und das ist in Zeiten des Krieges – ob in der Ukraine, im Ostkongo, in Afghanistan oder in Myanmar – umso wichtiger!
(Aljoschka Dippold, Evangelischer Kirchenkreis Altenkirchen)

Präses Latzel: Pfingsten ist das große Hoffnungsfest für die Welt

Präses Dr. Thorsten Latzel sieht Pfingsten als das große Hoffnungsfest nicht nur für die Kirche, sondern für die ganze Welt. In einem Gastbeitrag für die digitale Pfingstsonntagsausgabe der „Rheinischen Post“ (Düsseldorf) schreibt er: „Ich bin voller Hoffnung, weil ich mit der Kraft des Geistes Gottes rechne.“
Es gebe tausend gute Gründe, um sich Sorgen zu machen, so der Präses. „Ein Blick in die Nachrichten genügt. Wenn wir an einem keinen Mangel haben, dann sind es Krisen.“ Angesichts dessen werde Zweckoptimismus allzu leicht naiv. Aber das Pfingstfest mache deutlich: „Gott mischt sich ein in unsere Krisen. Gottes Geist entfacht in uns Feuer. Er machte damals aus der ängstlichen Schar, die nach Jesu Tod verschlossen in einem Haus in Jerusalem saß, mutige, offene Menschen.“

Gottes Geist weitet unseren Blick
Gottes Geist verändere Menschen, ist Latzel überzeugt. „Ich habe keine einfachen Antworten auf die vielen, schwierigen Fragen, die uns im Blick auf die Zukunft umtreiben“, schreibt der Präses in dem Zeitungsbeitrag. „Aber ich habe Hoffnung, weil Gottes Geist meinen Blick weitet: weg von meinen, von unseren begrenzten Möglichkeiten – hin zu den Wundern, die Gott selbst in uns wirkt.“
(Quelle: ekir.de)

Erklärvideo

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) hat ein kurzes Erklärvideo veröffentlicht: Pfingsten in 60 Sekunden!