Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide tritt zum 1. August 2026 in den Ruhestand

Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide wird zum 1. August 2026 in den Ruhestand treten. Mit diesem Schritt endet eine prägende Amtszeit an der Spitze des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen. Seit ihrer Wahl im Jahr 2008 und der Amtsübernahme 2009 hat sie den Kirchenkreis über viele Jahre hinweg mit großem Engagement, theologischer Klarheit und persönlicher Verlässlichkeit geleitet.

Als Superintendentin trug Andrea Aufderheide die Gesamtverantwortung für die Arbeit des Kirchenkreises, leitete die Kreissynode sowie den Kreissynodalvorstand und war Dienstvorgesetzte für Pfarrerinnen, Pfarrer und alle Mitarbeitenden. Ihre Leitung war geprägt von Kontinuität, Dialogbereitschaft und dem Mut, notwendige Veränderungen aktiv zu gestalten.

Bereits vor ihrer Wahl war sie langjährig im Kreissynodalvorstand tätig und wirkte als 2. stellvertretende Skriba, als Skriba und als Assessorin. Von 2005 bis 2023 gehörte sie zudem der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) an. Dieses Amt legte sie bewusst nieder, um sich auf die anstehenden Herausforderungen und Reformprozesse im eigenen Kirchenkreis zu konzentrieren.

Theologisch setzt Andrea Aufderheide klare Akzente. Ihr Verständnis von Kirche als öffentlicher Akteur mit „lebendiger Vielfalt“ prägt die Arbeit im Kirchenkreis nachhaltig – insbesondere im ländlich geprägten Westerwald mit seinen demografischen und strukturellen Veränderungen.

Ein besonderes Anliegen ist ihr die Bildungsarbeit: Als Pfarrerin im Schuldienst stärkt sie die Präsenz der Kirche im schulischen Bereich. Ebenso konsequent setzt sie sich für die Mitarbeitenden des Kirchenkreises ein und betont die Bedeutung von Wertschätzung und Verantwortung. Während ihrer Amtszeit wurden zudem diakonische Arbeitsfelder weiterentwickelt und Schutzkonzepte konsequent umgesetzt.

Mit Blick auf die Zukunft hat Andrea Aufderheide maßgeblich dazu beigetragen, den Fusionsprozess mit dem Evangelischen Kirchenkreis Wied einzuleiten. Die Fusion, die zum 1. Januar 2028 wirksam werden soll, dient der langfristigen Sicherung kirchlicher Handlungsfähigkeit in der Region.

Zu ihrem Entschluss erklärt Andrea Aufderheide: „Mir war wichtig, die entscheidenden Weichen für die Zukunft des Kirchenkreises noch selbst zu stellen. Mit Blick auf die anstehenden Aufgaben – insbesondere die Umsetzung der Fusion – ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Verantwortung weiterzugeben und Raum für neue Perspektiven zu eröffnen.“

Der Kreissynodalvorstand hat vor diesem Hintergrund beschlossen, den Übergang frühzeitig zu gestalten. Für den 21. Februar ist eine außerordentliche Kreissynode vorgesehen, in der über die Nachfolge im Superintendentenamt entschieden werden soll.

Der Kirchenkreis Altenkirchen dankt Superintendentin Pfarrerin Andrea Aufderheide schon jetzt für ihren langjährigen engagierten Dienst. Ihr Wirken hat den Kirchenkreis nachhaltig geprägt und wichtige Grundlagen für seine zukünftige Entwicklung gelegt.