Schulreferat
Stadthallenweg 16 57610 Altenkirchen
Autschbach: 02681/8008 38
Sekretariat: 02681/80 08 27
Öffnungszeiten Mediothek: Di, Mi, Do: 8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr Freitags: nach Vereinbarung
eMail

Schulreferat der Kirchenkreise Altenkirchen und Wied

Die beiden Kirchenkreise unterhalten ein gemeinsames Schulreferat, das sich der Zusammenarbeit mit den Schulen widmet, die Fortbildung der Religionslehrer organisiert, Medien zur Verfügung stellt und vieles mehr…

Erreichbarkeit in Krisensituationen im Kirchenkreis Altenkirchen (s.u.)

Lück

Fort- und Weiterbildung im 2. Halbjahr 2021

Geplante Veranstaltungen – bitte fragen Sie gezielt nach, ob diese so oder in veränderter Form stattfinden können!

Anmeldungen und weitere Informationen im Schulreferat!

Zu den in diesem Programm aufgeführten Fortbildungen wird jeweils 2-3 Wochen vorher gesondert eingeladen. Sie finden als EFWI-Veranstaltungen im Rahmen der Bestimmungen für Lehrerfortbildung statt. Änderungen des Programms sind jederzeit möglich. Achten Sie deshalb bitte auf die aktuelle Einzeleinladung. Interessierte katholische Kolleginnen und Kollegen sowie Lehrerinnen und Lehrer anderer Fächer sind herzlich willkommen!

Hinweise des Ev. Schulreferats Altenkirchen und Wied zur Fort- und Weiterbildungsarbeit „in schwierigen Zeiten“

Liebe Kolleg*innen und Kollegen, liebe Kooperationspartner des Schulreferats!

In schwierigen Zeiten muss die Fortbildungsplanung flexibel bleiben. Wir alle hoffen auch in der zweiten Corona-Welle, dass präsentische Formate an den Schulen und der schulischen Fortbildungsarbeit zunehmend möglich werden. Von einem durchgängigen „Regelbetrieb“ ist allerdings bis zu den Sommerferien angesichts äußerst ansteckender Virus-Mutationen kaum auszugehen. Nach dem zweiten Lockdown haben wir fast alle Fortbildungen im aktuellen Programm als Webinare oder Online-Konferenzen ausgeschrieben. Ausgenommen davon sind „Draußen-Veranstaltungen“. Auch hier müssen wir natürlich die sich jeweils gültigen Hygieneverordnungen abwarten. Im kirchlichen Raum arbeiten wir vor allem mit dem digitalen Anbieter „Zoom“. Das Schul- und Jugendreferat verfügt hier mittlerweile über einen eigenen Account, der uns Datenschutzsicherheit gewährleistet.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie uns auch bei telefonischen oder postalischen Anmeldungen zu einer FB Ihre Email-Anschrift mitteilen. Wir können Ihnen dann ggf. die Zugangsdaten für digitale Konferenzen zukommen lassen.

Zoomkonferenzen und Webinare sind alles andere als „unanstrengend“ und sicher kein optimaler Ersatz zu Präsenz-Veranstaltungen. Das nehmen viele von uns alltäglich wahr.  Aber diese Möglichkeiten werden fortlaufend optimiert und sind besser als Nichts.

Veranstaltungen des vergangenen Halbjahres, die pauschal abgesagt wurden, haben wir auf digitale Formate umgestellt und erneut in unser Programm genommen. Mancher Termin wurde „sicherheitshalber“ in den Herbst 2021 verlegt, wiederum um Zeit zu gewinnen.

Im Rahmen der im aktuellen Programm ausgeschriebenen Veranstaltungen gewährleisten wir die gebotenen Abstands- und Hygieneregeln. Mitunter haben wir sogar zeitgleich unterschiedlich dimensionierte Räume gebucht, falls sich eine größere Teilnehmer*innen-Zahl anmeldet, als wir erwarten. Wenn Sie sich zu unseren Fortbildungen frühzeitig anmelden, vereinfacht sich die logistische Planung natürlich erheblich.

Die Mediathek des Schulreferates hat auch im „zweiten Lockdown“ nicht gänzlich geschlossen. Medien wurden und werden verschickt oder als Paket abgeholt. Der Ausleih-Bereich ist gut zu lüften und die Abstandsregeln sind für jeweils eine Besucher*in ohne weiteres einzuhalten. Für Beratungsgespräche existiert ein separater Raum. Bitte melden Sie sich aber vorher an.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen und bitten um Ihr Verständnis für kurzfristige Veränderungen. Achten Sie bitte auch auf unsere Einzeleinladungen, die in der Regel drei Wochen vor den festgesetzten Terminen erfolgen.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Ina Allmayer und Martin Autschbach

 

 

Angebote:

 

„Die Achtsamkeitspraxis an der eigenen Schule und im eigenen Unterricht leben und erleben“

In Kooperation mit Sandra Hummer, Pädagogin, Coach und Achtsamkeitstrainierin, bietet das Ev. Schulreferat folgenden schulinternen Fortbildungsweg an:

Coaching und Beratung von Lehrer*Innen und Erzieher*innen, die ein Achtsamkeitskonzept in ihrer Institution implementieren möchten und eine Begleitung wünschen

  • insgesamt 3 Termine á 2 h als schulinterne Fortbildung mit EFWI-Nr.
  • Teilnehmer*innen melden sich verbindlich an. Die Teilnahme wird bescheinigt (Zertifikat).
  • Eine finanzielle Förderung ist möglich, Teilnehmer*innen beteiligen sich mit einem Unkostenbeitrag von 15 Euro pro Treffen.

Die vorgesehenen Treffen haben immer einen anderen thematischen Schwerpunkt:

  1. Sich als Lehrer*in Achtsamkeit zu eigen machen

Wie komme ich zu mehr Achtsamkeit und Gelassenheit am Unterrichtsmorgen? Welche praktischen Tipps gibt es für den Lehrer*innenalltag? Wie kann ein achtsames Miteinander in der Schule gelingen? Wie sieht achtsame Kommunikation aus?

  1. Die Schüler*innen mit Achtsamkeit bekannt machen

Wie beginnen? Was ist bei Schüler*innen zu beachten? Was ist ein „achtsames Klassenzimmer“? Welche Übungen erleichtern den Einstieg und können ritualisiert eingesetzt werden? Wie viel Theorie und wie viel Praxis braucht es? Wie umgehen mit Schwierigkeiten?

  1. Kontinuierlich achtsam sein

Welche weiterführenden Übungen gibt es? Wo gibt es Querverbindungen zu anderen Fachbereichen und was hat das mit dem Selbstmitgefühl auf sich? Wie gelingt es mir, kontinuierlich zu üben und wie kann Achtsamkeit nachhaltig im Schulalltag verankert werden?

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an das Ev. Schulreferat Altenkirchen und Wied (schulreferat.altenkirchen@ekir.de) oder direkt an Sandra Hummer (sandra.hummer@anbesi.de).

 

Jesu Vergleiche als Schule des Umdenkens Gemeinsamer Konvent mit Prof. Dr. Stefan Alkier, Neutestamentler aus Frankfurt

Das griechische Wort parabole, das in deutschen Bibelübersetzungen zumeist mit „Gleichnis“ wiedergegeben wird und eingedeutscht als „Parabel“ geläufig ist, heißt wörtlich „Nebenwurf“ und kann auch als „Gegenwurf“ verstanden werden. Es handelt sich bei Ihnen also weniger um eine bildliche Didaktik der Veranschaulichung als vielmehr um eine kognitive Einführung in alternatives Umdenken durch Vergleiche. Der Vortrag wird anhand der neuen Bibelübersetzung des Frankfurter Neuen Testaments die Vergleiche Jesu als Schule des Umdenkens im Horizont der guten Nachricht interpretieren, von der die Jesus-Christus-Geschichte Zeugnis ablegt. Die „Vergleiche“ Jesu spiegeln gerade nicht das alltägliche Gewohnte, sondern brechen es auf überraschende Weisen.

Nach einem Vortrag freuen wir uns auf eine lebendige Aussprache mit Stefan Alkier, in der auch der „Anwendungshorizont“ der thematisierten Texte in Schule und Kirche thematisiert wird.

Zielgruppe:              Pfarrer*innen und Lehrer*innen,  Interessierte aus der Jugendarbeit

Leitung:                    Andrea Aufderheide in Altenkirchen, Detlef Kowalski in Dierdorf und Martin Autschbach

Referent:                  Prof. Dr. Stefan Alkier, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

 

Termin I:                   Mi., 6.10.2021 im Theodor-Maas-Haus in Altenkirchen,  Schlossplatz, 15 bis 18 Uhr

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 20

 

Termin II:                 Do., 7.10.2021 im Martin-Butzer-Saal des Gymnasiums in Dierdorf, Gymnasialstraße 10, 15 bis 18 Uhr

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 21

 

Pfarrer Theodor Maas: Opfer des NS-Terrors 

Neue Erkenntnisse zu Leben und Wirken eines Altenkirchener Pfarrers zwischen 1933 und 1945

An Pfarrer Theodor Maas erinnern in Altenkirchen äußerlich nur eine Familiengrabstätte auf dem Waldfriedhof und eine kleine Gedenktafel am Eingang der Christuskirche. Wer allerdings seine noch heute lebenden Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den 30er Jahren befragt, weckt spannende und bis heute berührende Erinnerungen. Das liegt zum einen daran, dass Pfarrer Maas ein überaus beliebter Seelsorger war. Zum anderen hat sich bei den damals jugendlichen Gemeindegliedern eingeprägt, wie dieser Pfarrer von örtlichen Nazis systematisch schikaniert wurde. Dies lag daran, dass er jüdische Vorfahren besaß und zur Bekennenden Kirche gehörte. Seine persönliche Form des Widerstandes erfolgte weniger durch spektakuläre Taten oder Worte. Es war seine zähe Sorgfalt und unbeirrbare Beständigkeit, in der er aller Gleichschaltung zum Trotz eine Gegenwelt zur vorherrschenden Naziideologie organisierte. Pfarrer Maas hielt z.B. evangelischen Religionsunterricht in wechselnden Privatwohnungen ab, nachdem dieser in den örtlichen Volksschulen unterbunden wurde. Viele neue Erkenntnisse werden Gegenstand eines Vortrags mit Aussprache sein, auch Verbindungen mit anderen Bekenntnispfarrern im Kirchenkreis und die bis heute beschwiegenen Umstände seines plötzlichen Todes in der Nacht vom zweiten auf den dritten März 1943.

 

Zielgruppe:              Interessierte aus der Erwachsenenbildung, Multiplikatoren der Männer- und Frauenarbeit des Kirchenkreises, Kollegen der Fächer Religion, Ethik und Geschichte aller Schularten

Leitung:                    Pfr. Michael Straka

Referent:                  Martin Autschbach

Termin:                     Mi., 27.10.2021, 19 Uhr, im Ev. Gemeindehaus Gebhardshain, Hachenburger Straße

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 22

 

„Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn, wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald.“(???)

Gesprächsrunde zum Thema: Körperstrafen aus religiösen Gründen

In seinem Buch „Gegen die Gewalt. – Warum Liebe und Gerechtigkeit unsere besten Waffen sind“ (2. Auflage 2019) widmet der bekannte Kriminologe Christian Pfeiffer dem Thema „Religion und Gewalt“ ein ganzes Kapitel. Ein wichtiger Abschnitt ist überschrieben: „Religion und elterliche Gewalt bei freikirchlichen Familien“. Pfeiffer zitiert hier aus einem Erziehungsleitfaden des amerikanischen Pfarrers Michael Pearl und seiner Frau Debi, der praktische Tipps für ein ritualisiertes Prügeln ungehorsamer Kinder gibt: „Wenn es Zeit wird, die Rute anzuwenden, atmen Sie tief ein, entspannen Sie sich und beten Sie: Herr, lass das eine gute Lektion werden.“

Diese oder ähnliche „Ratgeber“ kursieren in strenggläubigen evangelischen Gemeindekreisen und ihr Vorhandensein hat mittlerweile zu erfolgreichen Gegenmaßnahmen des Kinderschutzbundes über die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien geführt. Aber leider wissen Beratungsstellen, Jugendämter und erfahrene Schulleitungen: Christian Pfeiffers Forschungsergebnisse haben einen Realtitätsgehalt auch in unserer Region. Mit steigender Religiosität steigt in evangelisch-freikirchlichen Familien auch die Bereitschaft, ihre Kinder zu schlagen. Dass „der Vater zur Rute oder zum Gürtel greift“, wird biblisch begründet und geschieht aus religiöser Überzeugung. Jüngere Schüler erzählen das mitunter ganz offen.

Wir wollen angesichts der skizzierten Problemlage zu einer ersten Gesprächsrunde zusammenkommen um Erfahrungen auszutauschen und auch den eigenen Beratungsbedarf wahrzunehmen. In einem zweiten Schritt wollen wir Fortbildungsangebote für uns planen. In unserem Austausch werden natürlich auch die formalen Vorgehensweisen bei Kindeswohlgefährdung eine wichtige Rolle spielen.

Zielgruppe:              Kolleg*innen aus allen Schulformen, Schulsozialarbeiter*innen, Pfarrer*innen sowie Mitarbeiter*innen aus der Jugendarbeit

Leitung:                    Thomas Krings und Martin Autschbach

Termin:                     Do., 4.11.2021, 14:30 bis 17:30 Uhr, in der Grundschule Altstadt in Hachenburg, Obere Kirchstr. 1

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 05                Zitat im Titel:  Sprüche 13,24

 

„Ihr seid die Schande unserer Schule“ – Ausstellung mit Führungen in der Aula der August-Sander-Schule in Altenkirchen

Für die Ausstellung zur Lebensgeschichte des jüdischen Geschwisterpaares Ruth und Artur Seligmann aus Rosbach wurde der Ausspruch eines Nazi-Lehrers titelgebend. 1935 stellte ein „brauner Pädagoge“ jüdische Schüler, aber auch Kinder aus pazifistischen Elternhäusern vor der versammelten Schulgemeinschaft bloß und unterzog sie einem organisierten Mobbing. Natürlich bleiben diese und andere Alltagsszenen einer Unrechtsgeschichte nicht unkommentiert. Durch Zeitzeugenaussagen im O-Ton, berührende Entdeckungen, durch offene Fragen und viele Impulse aus der Perspektive Jugendlicher ermöglicht die Präsentation einen facettenreichen Zugang zum Thema Holocaust und Schoah.

Die Ausstellungseröffnung erfolgt in der Aula der August-Sander-Schule am Montag, 8. November und ist verbunden mit einem Impulsvortrag zum pädagogischen Konzept. Vom 9.11. bis zum 12.11. sind dann Schulklassen vom 8. Schuljahr bis zur Oberstufe, Konfirmanden- und Jugendgruppen, aber auch Kreise aus der Erwachsenenbildung herzlich eingeladen, die 20 Rollups wahrzunehmen. Referent*innen stehen in diesem Zeitraum auf Absprache hin zur Verfügung. Der Ausstellungskatalog im Klassensatz mit didaktischen Anregungen und zwei Filme zu Ruth und Artur Seligmann werden für Multiplikatoren aus Schule und kirchlicher Jugendarbeit bereitgehalten. Näheres ist bei der Ausstellungseröffnung zu erfahren.

Zielgruppe: Kolleg*innen der Fächer Religion, Ethik und Geschichte, Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises, Mitarbeiter*innen aus der Jugend- und Erwachsenenarbeit, am Thema Interessierte

Leitung:        Gerhard Hein, Schulleiter der August-Sander-Schule, Altenkirchen

Referent:      Martin Autschbach

Termin:         Mo., 8.11.2021, 15 bis 17 Uhr, in der Aula der August-Sander-Schule Altenkirchen, Glockenspitze,

EFWI-Nr.:     21 ES 2200 23

ke

Im Krisenfall – etwa bei Schulschließungen aufgrund der aktuellen „Corona-Lage“- sind die Schulpfarrerinnen und Schulpfarrer telefonisch und per Mail erreichbar für ihre Schülerinnen und Schüler:

 

Martin Autschbach

August-Sander-Realschule +

Altenkirchen

martinhermann.autschbach@ekir.de 0151 7282 4387
Nicole Eker

IGS Betzdorf-Kirchen

BBS Wissen

nicole.eker@ekir.de 0152 09835510
Martin Göbler

BBS Wissen

martin.goebler@ekir.de 0171 7877525
Marion Holzhüter

BBS Wissen

marion.holzhueter@ekir.de

mholzhueter@bbs-wissen.de

 

0151 41847708
Anja Karthäuser

Freiherr vom Stein-Gymnasium Betzdorf

a.karthaeuser@fvsgy.bildung-rp.de 02741 9382450
Barbara Kulpe

IGS Hamm

RS Plus Dierdorf

barbara.kulpe@ekir.de 02681 2864

Weiterhin im Schulreferat: ZAHLREICHE MEDIEN ÜBER FRIEDRICH WILHELM RAIFFEISEN

 Außerdem sind folgende Medien im Schulreferat ausleihbar: MEDIENANGEBOTLücke

 Informationen – auch zu Ausleihe und weiteren Medien – gibt es im Schulreferat der Evangelischen Kirchenkreise Altenkirchen und Wied, Stadthallenweg 16, 02681/80 08 27  MAIL
Im Schulreferat könne „Koffer“ zu verschiedensten Themenbereiche ausgeliehen werden, u.a. auch zu den Weltreligionen, zu Generationen-Gesprächen oder ein Bilderbuch-Koffer zu „Flucht und Asyl“. PES.

 

Frühere Berichte über Exkursionen/Konvente finden Sie hier: