Schulreferat
Stadthallenweg 16 57610 Altenkirchen
Autschbach: 02681/8008 38
Sekretariat: 02681/80 08 27
Öffnungszeiten Mediothek: Di, Mi, Do: 8.30 bis 12 und 14 bis 16 Uhr Freitags: nach Vereinbarung
eMail

Schulreferat des Evangelischen Kirchenkreises Altenkirchen

Der Kirchenkreis unterhält ein Schulreferat, das sich der Zusammenarbeit mit den Schulen widmet, die Fortbildung der Religionslehrer organisiert, Medien zur Verfügung stellt und vieles mehr…

Lück

Im Krisenfall – etwa bei Schulschließungen aufgrund der aktuellen „Corona-Lage“- sind die Schulpfarrerinnen und Schulpfarrer telefonisch und per Mail erreichbar für ihre Schülerinnen und Schüler:

 

Martin Autschbach

August-Sander-Realschule +

Altenkirchen

martinhermann.autschbach@ekir.de 0151 7282 4387
Nicole Eker

IGS Betzdorf-Kirchen

BBS Wissen

nicole.eker@ekir.de 0152 09835510
Martin Gerhards

Westerwaldgymnasium Altenkirchen

martin.gerhards@ekir.de 0152 08128813
Martin Göbler

BBS Wissen

martin.goebler@ekir.de 0171 7877525
Marion Holzhüter

BBS Wissen

marion.holzhueter@ekir.de

mholzhueter@bbs-wissen.de

 

0151 41847708
Anja Karthäuser

Freiherr vom Stein-Gymnasium Betzdorf

a.karthaeuser@fvsgy.bildung-rp.de 02741 9382450
Barbara Kulpe

IGS Hamm

RS Plus Dierdorf

barbara.kulpe@ekir.de 02681 2864

 

 

 

Fort- und Weiterbildung im 2. Halbjahr 2021

Geplante Veranstaltungen – bitte fragen Sie gezielt nach, ob diese so oder in veränderter Form stattfinden können!

Anmeldungen und weitere Informationen im Schulreferat!

Zu den in diesem Programm aufgeführten Fortbildungen wird jeweils 2-3 Wochen vorher gesondert eingeladen. Sie finden als EFWI-Veranstaltungen im Rahmen der Bestimmungen für Lehrerfortbildung statt. Änderungen des Programms sind jederzeit möglich. Achten Sie deshalb bitte auf die aktuelle Einzeleinladung. Interessierte katholische Kolleginnen und Kollegen sowie Lehrerinnen und Lehrer anderer Fächer sind herzlich willkommen!

Hinweise des Ev. Schulreferats Altenkirchen und Wied zur Fort- und Weiterbildungsarbeit „in schwierigen Zeiten“

Liebe Kolleg*innen und Kollegen, liebe Kooperationspartner des Schulreferats!

In schwierigen Zeiten muss die Fortbildungsplanung flexibel bleiben. Wir alle hoffen auch in der zweiten Corona-Welle, dass präsentische Formate an den Schulen und der schulischen Fortbildungsarbeit zunehmend möglich werden. Von einem durchgängigen „Regelbetrieb“ ist allerdings bis zu den Sommerferien angesichts äußerst ansteckender Virus-Mutationen kaum auszugehen. Nach dem zweiten Lockdown haben wir fast alle Fortbildungen im aktuellen Programm als Webinare oder Online-Konferenzen ausgeschrieben. Ausgenommen davon sind „Draußen-Veranstaltungen“. Auch hier müssen wir natürlich die sich jeweils gültigen Hygieneverordnungen abwarten. Im kirchlichen Raum arbeiten wir vor allem mit dem digitalen Anbieter „Zoom“. Das Schul- und Jugendreferat verfügt hier mittlerweile über einen eigenen Account, der uns Datenschutzsicherheit gewährleistet.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie uns auch bei telefonischen oder postalischen Anmeldungen zu einer FB Ihre Email-Anschrift mitteilen. Wir können Ihnen dann ggf. die Zugangsdaten für digitale Konferenzen zukommen lassen.

Zoomkonferenzen und Webinare sind alles andere als „unanstrengend“ und sicher kein optimaler Ersatz zu Präsenz-Veranstaltungen. Das nehmen viele von uns alltäglich wahr.  Aber diese Möglichkeiten werden fortlaufend optimiert und sind besser als Nichts.

Veranstaltungen des vergangenen Halbjahres, die pauschal abgesagt wurden, haben wir auf digitale Formate umgestellt und erneut in unser Programm genommen. Mancher Termin wurde „sicherheitshalber“ in den Herbst 2021 verlegt, wiederum um Zeit zu gewinnen.

Im Rahmen der im aktuellen Programm ausgeschriebenen Veranstaltungen gewährleisten wir die gebotenen Abstands- und Hygieneregeln. Mitunter haben wir sogar zeitgleich unterschiedlich dimensionierte Räume gebucht, falls sich eine größere Teilnehmer*innen-Zahl anmeldet, als wir erwarten. Wenn Sie sich zu unseren Fortbildungen frühzeitig anmelden, vereinfacht sich die logistische Planung natürlich erheblich.

Die Mediathek des Schulreferates hat auch im „zweiten Lockdown“ nicht gänzlich geschlossen. Medien wurden und werden verschickt oder als Paket abgeholt. Der Ausleih-Bereich ist gut zu lüften und die Abstandsregeln sind für jeweils eine Besucher*in ohne weiteres einzuhalten. Für Beratungsgespräche existiert ein separater Raum. Bitte melden Sie sich aber vorher an.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf die weitere Zusammenarbeit mit Ihnen und bitten um Ihr Verständnis für kurzfristige Veränderungen. Achten Sie bitte auch auf unsere Einzeleinladungen, die in der Regel drei Wochen vor den festgesetzten Terminen erfolgen.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund!

Ina Allmayer und Martin Autschbach

 

 

Angebote:

„Die Achtsamkeitspraxis an der eigenen Schule und im eigenen Unterricht leben und erleben“

In Kooperation mit Sandra Hummer, Pädagogin, Coach und Achtsamkeitstrainierin, bietet das Ev. Schulreferat folgenden schulinternen Fortbildungsweg an:

Coaching und Beratung von Lehrer*Innen und Erzieher*innen, die ein Achtsamkeitskonzept in ihrer Institution implementieren möchten und eine Begleitung wünschen

  • insgesamt 3 Termine á 2 h als schulinterne Fortbildung mit EFWI-Nr.
  • Teilnehmer*innen melden sich verbindlich an. Die Teilnahme wird bescheinigt (Zertifikat).
  • Eine finanzielle Förderung ist möglich, Teilnehmer*innen beteiligen sich mit einem Unkostenbeitrag von 15 Euro pro Treffen.

Die vorgesehenen Treffen haben immer einen anderen thematischen Schwerpunkt:

  1. Sich als Lehrer*in Achtsamkeit zu eigen machen

Wie komme ich zu mehr Achtsamkeit und Gelassenheit am Unterrichtsmorgen? Welche praktischen Tipps gibt es für den Lehrer*innenalltag? Wie kann ein achtsames Miteinander in der Schule gelingen? Wie sieht achtsame Kommunikation aus?

  1. Die Schüler*innen mit Achtsamkeit bekannt machen

Wie beginnen? Was ist bei Schüler*innen zu beachten? Was ist ein „achtsames Klassenzimmer“? Welche Übungen erleichtern den Einstieg und können ritualisiert eingesetzt werden? Wie viel Theorie und wie viel Praxis braucht es? Wie umgehen mit Schwierigkeiten?

  1. Kontinuierlich achtsam sein

Welche weiterführenden Übungen gibt es? Wo gibt es Querverbindungen zu anderen Fachbereichen und was hat das mit dem Selbstmitgefühl auf sich? Wie gelingt es mir, kontinuierlich zu üben und wie kann Achtsamkeit nachhaltig im Schulalltag verankert werden?

Bitte wenden Sie sich bei Interesse an das Ev. Schulreferat Altenkirchen und Wied (schulreferat.altenkirchen@ekir.de) oder direkt an Sandra Hummer (sandra.hummer@anbesi.de).

 

„Und bist du nicht willig … Konversionstherapie?!“

„Heilung von Homosexualität“ versus Freiheit, Identität und persönliche Entfaltung – Fachdiskurs mit Multiplikatoren aus Schule und Jugendarbeit

„Homosexualität ist keine Krankheit. Daher ist schon der Begriff Therapie irreführend. Wir wollen sogenannte Konversionstherapien soweit wie möglich verbieten. Wo sie durchgeführt werden, entsteht oft schweres körperliches und seelisches Leid. Diese angebliche Therapie macht krank und nicht gesund. Und ein Verbot ist auch ein wichtiges gesellschaftliches Zeichen an alle, die mit ihrer Homosexualität hadern: Es ist ok, so wie du bist.“ (Bundesgesundheitsminister Jens Spahn)

Der Fachdiskurs setzt sich mit dem Thema der Konversionstherapie auseinander, die in vielen fundamentalistischen Religionsgemeinschaften noch als Inbegriff der Heilung von Homosexualität beworben wird, obwohl sie einen Verstoß gegen die UN-Menschenrechtskonvention darstellt. Reicht deshalb ein Verbot dieser Therapieform und sind wir darüber genug aufgeklärt, um die Problematik zu verstehen? Wie können wir betroffene Menschen schützen und ihren Widerstand gegen Konversionsversuche unterstützen? Wie werden wir dafür sensibler, wenn in unserem persönlichen und beruflichen Umfeld Betroffene von Konversionstherapieversuchen bedroht sind?

Mit betroffenen Personen, Fachleuten und Politiker*innen wollen wir das Thema durchleuchten und die Problematik einer Therapieform offenlegen, die Menschen seelisch zerstört.

Zielgruppe:              Kolleg*innen aller Fächer der Sek I und II, Mitarbeiter*innen aus der Schulsozial – und Jugendarbeit sowie am Thema Interessierte

Leitung:                    Silke Seyler, Dominic Pritz und Martin Autschbach

Moderation:            Prof. Dr. Frank Guisinde, Fresenius-Hochschule Köln

Referenten:             John David Bauder aus Kallnach, Schweiz und Dominique Fleckinger, Journalist aus Köln

Termin:         Do., 29.4.2021, 15:30 Uhr bis 18 UhOnline-Fortbildung: Bitte melden Sie sich an über schulreferat.altenkirchen@ekir.de; wir schicken Ihnen die Zugangsdaten.

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 14

 

Stolpersteine in Altenkirchen – Zugänge zu einem europaweit fortlaufenden Kunstprojekt öffentlichen Gedenkens

Im Frühjahr 2021 werden ausgehend vom historischen Quartier in der Marktstraße die ersten 18 von über 70 Stolpersteinen in Altenkirchen verlegt. Sukzessive wird in den nächsten Jahren öffentlich sichtbar werden, wie viele Privathäuser und Geschäfte in der Kreisstadt bis 1945 im Besitz von jüdischen Mitbürger*innen waren. Dass diese Einwohner fliehen mussten oder ermordet wurden, machen die Inschriften sichtbar. Die kleinen Messingquader Gunter Demnigs stellen eine Verbindung her zwischen einer Person, einer Familie und ihrem letzten frei gewählten Lebensort. Die Namen und Lebensdaten von Opfern und Überlebenden des Holocausts werden vor unseren Füßen ablesbar. Der Massenvernichtung der Nationalsozialisten tritt eine höchst individuelle Gedenkkultur gegenüber: „If you read the name of one person, calculate his age, look at his old home and wonder behind which window he used to live, then the horror has a face to it.“ (Danielle Drozdzewski, Kulturgeographin).

In dem geplanten Pfarrer*innen-Lehrer*innen-Konvent wollen wir – ausgehend von einzelnen Stolpersteinen – die Lebenswege von jüdischen Altenkirchenern wahrnehmen. Möglichkeiten der einer aktiven Erinnerungsarbeit mit Schüler*innen und Konfirmand*innen sollen dabei thematisiert werden.

Zielgruppe:              Kolleg*innen aus allen Schulformen, Pfarrer*innen sowie Mitarbeiter*innen aus der Jugendarbeit

Leitung:                    Andrea Aufderheide und Martin Autschbach

Termin:                     Mi., 5.5.2021, 15 bis 18 Uhr, Beginn in der Christuskirche in Altenkirchen,

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 15

 

Virtuelles religionspädagogisches Café:

Offener Austausch von Materialien, Methoden und Unterrichtsideen als Zoom-Treff

Das „Religionspädagogische Café“ ist ein unkompliziertes, offenes Fortbildungsformat, das sich im analogen Schulalltag schon vielfach bewährt hat: Wir treffen uns zur Kaffeezeit und kombinieren ein Kuchenbuffet mit einer Art „Markt der Möglichkeiten“ für den (Religions-)Unterricht.

Neben einem lockeren „Kaffeeklatsch“ tauschen wir miteinander Erfahrungen aus, teilen Ideen, Materialien u. ä. und suchen nach Lösungen für aktuelle Fragen rund um unseren Unterricht. Auch die Gelegenheit, Methoden und Ideen auszuprobieren, gehört dazu und macht die „Pädagogischen Cafés“ lebendig und unterhaltsam.

Alle, die da sind, sind gleichermaßen „Expert*innen“ – es gibt also keine spezielle Referentin, bzw. die Rolle wechselt im Lauf des Nachmittags. Jede*r, der oder die etwas zum Markt der Möglichkeiten beitragen möchte, kann das tun – z. B. eine Unterrichtsidee, einen Materialtipp, eine Methode oder auch eine Frage, ein Gesprächsthema, ein Anliegen…  Gefragt sind nur ausnahmsweise fertige Materialangebote – viel häufiger geht es darum, z. B. von einer schönen Stunde zu erzählen, einen interessanten Fundort für Ideen zu teilen, die Teilnehmenden als Probe-Klasse zu nutzen, um etwas Neues durchzuspielen oder gemeinsam Ideen zu spinnen.

Es ist natürlich auch möglich, einfach so dabei zu sein und zu schauen, was sich ergibt.

Als Moderator*innen der Veranstaltung werden wir auf jeden Fall den ein oder anderen Beitrag dabeihaben, so dass niemand ohne neuen Impuls nach Hause geht.

Wir möchten gern mit Ihnen/Euch zusammen ausprobieren, ob ein solches „Pädagogisches Café“ auch virtuell möglich ist – mit individuellem Kaffee, aber gemeinsamem Austausch in einer ZOOM-Konferenz. Deshalb laden wir zu einem ersten Termin Mitte Mai ein und hoffen, dass der eine oder die andere dazukommt, um das Format mit uns zu erproben.

Zielgruppe:              Religionslehrer*innen aller Schularten, Interessierte aus der kirchlichen Jugendarbeit

Moderation:              Marion Holzhüter und Martin Autschbach

Referent*innen:     Alle Teilnehmer*innen! 😉

Termin: Di., 11.05.2021, 16 bis 18 Uhr, Online-Fortbildung: Bitte melden Sie sich an über schulreferat.altenkirchen@ekir.de; wir schicken Ihnen die Zugangsdaten.

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 16

 

Die Entdeckung des Menschen: Gottesbild und Menschenbild in der Malerei der Renaissance

Ästhetische Bildung im Religionsunterricht

Nicht erst die Aufklärung hat den Menschen entdeckt – wie wir, bestärkt durch manches Religionsbuch, oft irrtümlich annehmen. Den Humanismus, den idealisierten Menschen, haben die Künstler der Renaissance vor Augen gehabt, wenn sie, inspiriert von der griechischen Antike, sich immer öfter Nischen suchten, in denen Sie sich dem Menschen malerisch widmen konnten. Dazu nutzten Sie die Freiräume, die ihnen die Kirche gab, aber auch der Rückgriff auf die griechische Mythologie, für die es keine der christlichen Ikonografie vergleichbaren Vorschriften in der Darstellung gab.

Nicht nur unser Gottesbild prägen die Maler der Renaissance bis in die Gegenwart, sondern auch unser ästhetisches Empfinden. Die Bilder der Renaissance finden sich deshalb in nahezu jedem Religionsbuch. In dieser Veranstaltung sollen nicht nur einige der gängigsten Bilder auf ihr Gottes- und Menschenbild befragt werden. Vielmehr geht es in erster Linie darum, die Entdeckung des Humanismus religionsgeschichtlich einzuordnen und einen Blick auf die Wirkungsgeschichte zu werfen. Dieses Angebot richtet sich nicht nur an Kunstinteressierte, sondern an alle Lehrerinnen und Lehrer, die im Unterricht mit Bildern, sei es die Erschaffung des Adam von Michelangelo, sei es der Grünewald-Altar, arbeiten. An zahlreichen Beispielen aus 180 spannenden Jahren wird die Entdeckung der Naturwissenschaft in der Malerei und die Emanzipation von einer als übermächtig empfundenen Kirche gezeigt.

Dr. Wolfgang R. Petkewitz, Pfarrer i.R., arbeitet als freischaffender Maler und Referent für kunstgeschichtliche Themen. Seine Bilder befassen sich vielfach mit den Interaktionsprozessen zwischen Menschen und ihren Spuren in Mimik und Gestik der handelnden Personen.

Zielgruppe:              Religionslehrer*innen der Sek. I und II aus RS, Gym und BBS, Interessierte aus der kirchlichen Jugendarbeit

Leitung:                    Martin Autschbach

Referent:      Dr. Wolfgang Petkewitz, vormals Bezirksbeauftragter für BBS und Schulreferent, Siegburg

Termin:         Mi., 12.5.2021, 15.30 – 17 UhrOnline-Fortbildung: Bitte melden Sie sich an über schulreferat.altenkirchen@ekir.de; wir schicken Ihnen die Zugangsdaten.

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 17

 

Jesus – kennst du den?“ – Mit Kindern Jesus in den Evangelien entdecken und deuten

Preußisch-nassauischer Fortbildungsnachmittag für GS und FÖS

Für viele Kinder ist Jesus ein Fremder oder ein netter, irgendwie besonderer Mensch mit übernatürlichen Kräften. Für einige spielt er in derselben Liga wie die Superhelden aus Hollywood. In seiner Doppelnatur als Mensch und Gott ist Jesus weniger Thema im Unterricht der Grundschule. Die »göttliche« Seite von Jesus findet aber ihren Ausdruck in vielen Kirchenfesten. Engel und Weise aus dem Morgenland erscheinen „zu Weihnachten“ bei seiner Geburt. Dass er nach seinem grausamen Tod am Kreuz plötzlich wieder aufersteht und seinen Jüngerinnen und Jüngern erscheint, fällt in die Osterferienzeit und ist kaum einmal Inhalt des Religionsunterrichts. Das Wahrnehmen von Jesus, der ja den Kindern zunehmend weniger bekannt ist, erfolgt meistens zuerst über methodisch erzählte Bibelgeschichten. In der geplanten Veranstaltung werden ansprechende Methoden angeboten zur Vermittlung von für Kinder bedeutsamen Jesuserzählungen und zur Förderung der Sprachfähigkeit über eigene Glaubensvorstellungen.

Zielgruppe:              Religionslehrer*innen aus der Grund- und Förderschule

Leitung:                    Nadine Hofmann-Driesch und Martin Autschbach

Referentin:              Nadine Hofmann-Driesch

Termin:         Do., 10.6.2021, 14:30 bis 17:30, Online-Fortbildung: Bitte melden Sie sich an über schulreferat.altenkirchen@ekir.de; wir schicken Ihnen die Zugangsdaten.

EFWI-Nr.:                 21 ER 2200 01

 

Emotionen Gottes im AT -Forschungsansatz zu einem spannenden Neuverständnis

Gemeinsamer Konvent mit Prof. Dr. Andreas Wagner aus Bern

Die Welt des Alten Testaments ist von unserer Welt ein gutes Stück entfernt. Wenn wir große Wörter des AT aufsuchen und sie übersetzen wollen, dann merken wir häufig, dass dasselbe Wort im AT und bei uns unterschiedliche Bedeutungen hat. Wenn vom „Herzen“ im AT die Rede ist, dann ist der „Verstand“ gemeint. Wenn von „Adam“ die Rede ist, kann eine Person mit diesem Namen oder auch die „Menschheit“ gemeint sein. Bei vielen Wörtern, die das Hebräische und das Deutsche gemeinsam besitzen, weichen also die Bedeutungen voneinander ab. Will ich das AT genau verstehen, muss ich also genau nach diesen Bedeutungen Ausschau halten. So, und was ist nun mit den Emotionen, Liebe, Hass, Zorn, Eifersucht? Gibt es bei den Emotionen auch diese Andersartigkeiten? Oder ist Liebe im AT gleich mit Liebe bei uns? Zorn derselbe wie bei uns? Nicht nur meine These ist: Die Emotionen sind nicht einfach dieselben. Sie haben nicht dasselbe Verhältnis zur Person wie bei uns. Und folglich können wir auch die Emotionen Gottes nicht einfach nach unseren Modellen verstehen. Einen Zugang zu den Emotionen im AT, der ihrer Andersartigkeit beleuchtet, möchte ich Ihnen vorstellen. Es ist ein Forschungsansatz, ein erster Ansatz, aber ein spannender! Zumal für ein (neues) Verstehen der Emotionen Gottes.

Zielgruppe:              Pfarrer*innen und Religionslehrer*innen, Mitarbeiter*innen aus der kirchlichen Jugendarbeit, an der Thematik Interessierte

Leitung:                    Andrea Aufderheide und Martin Autschbach

Referent:                  Prof. Dr. Andreas Wagner, Universität Bern

Termin:                     Mi., 23.6.202115 Uhr bis 18 Uhrin der Christuskirche in Altenkirchen, Schlossplatz oder online. Bitte beachten Sie die Einzeleinladung Anfang Juni!

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 18

 

Achtsam unterwegs – die Kraft der Natur für uns selbst und andere nutzen

Zweiter Achtsamkeitsnachmittag in der Kroppacher Schweiz mit Praxisideen zu kleinen Draußen-Projekten in der Corona-Krise

Einfach mal durchatmen, die Stille genießen und dem hektischen Berufsalltag für ein paar Stunden entfliehen. Darum soll es an diesem Nachmittag in der Kroppacher Schweiz gehen. Wir werden leise dahinschlendern und die Natur mit allen Sinnen erfahren: riechen, sehen, schmecken, hören und fühlen sind jetzt weiterführend. Verschiedene Wahrnehmungs- und Meditationsübungen helfen uns dabei, Wald, Wiesen und Bäche neu zu entdecken.

Diese zugleich einfache wie auch nachhaltige Form der Entschleunigung und Stressbewältigung können wir auch für unsere Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nutzen und kleine Übungen in unseren schulischen Alltag einbauen. Der Draußen-Unterricht ist übrigens ganz aktuell in der Corona-Krise eine Alternative zum Klassenunterricht, denn die Infektionsgefahr stellt sich bei gebotenem Abstand als äußerst gering dar. Und viele Schulen haben einen Wald oder Park ganz in der Nähe.

Treffpunkt wird auch in diesem Jahr voraussichtlich der Wilhelmssteg in Heuzert sein. Er liegt direkt an der Kreisstraße K14 zwischen Heuzert und Kroppach. Eine genaue Wegbeschreibung erfolgt in der Einzeleinladung. Bitte bringen Sie etwas zu trinken und eine Sitzunterlage mit. Die Veranstaltung wird bei Sturm, starkem Regen oder Gewitter verschoben, alles andere ist ja eine Frage der Kleidung: Ein „Zwiebellook“ und festes Schuhwerk sind zu empfehlen.

Zielgruppe:              Lehrer*innen aller Schularten, Erzieher*innen, Aktive aus der Jugendarbeit und am Thema Interessierte

Leitung:                    Martin Autschbach

Referentin:              Sandra Hummer, Lehrerin, Supervisorin und Achtsamkeitslehrerin

Termin:         Do., 1.7.2021, 15 bis 17:30 Uhr

Treffpunkt ist der Wilhelmssteg 1 in Heuzert, eine genaue Fahrtbeschreibung erfolgt auf der Einzeleinladung,

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 19

Jesu Vergleiche als Schule des Umdenkens Gemeinsamer Konvent mit Prof. Dr. Stefan Alkier, Neutestamentler aus Frankfurt

Das griechische Wort parabole, das in deutschen Bibelübersetzungen zumeist mit „Gleichnis“ wiedergegeben wird und eingedeutscht als „Parabel“ geläufig ist, heißt wörtlich „Nebenwurf“ und kann auch als „Gegenwurf“ verstanden werden. Es handelt sich bei Ihnen also weniger um eine bildliche Didaktik der Veranschaulichung als vielmehr um eine kognitive Einführung in alternatives Umdenken durch Vergleiche. Der Vortrag wird anhand der neuen Bibelübersetzung des Frankfurter Neuen Testaments die Vergleiche Jesu als Schule des Umdenkens im Horizont der guten Nachricht interpretieren, von der die Jesus-Christus-Geschichte Zeugnis ablegt. Die „Vergleiche“ Jesu spiegeln gerade nicht das alltägliche Gewohnte, sondern brechen es auf überraschende Weisen.

Nach einem Vortrag freuen wir uns auf eine lebendige Aussprache mit Stefan Alkier, in der auch der „Anwendungshorizont“ der thematisierten Texte in Schule und Kirche thematisiert wird.

Zielgruppe:              Pfarrer*innen und Lehrer*innen,  Interessierte aus der Jugendarbeit

Leitung:                    Andrea Aufderheide in Altenkirchen, Detlef Kowalski in Dierdorf und Martin Autschbach

Referent:                  Prof. Dr. Stefan Alkier, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt

 

Termin I:                   Mi., 6.10.2021 im Theodor-Maas-Haus in Altenkirchen,  Schlossplatz, 15 bis 18 Uhr

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 20

 

Termin II:                 Do., 7.10.2021 im Martin-Butzer-Saal des Gymnasiums in Dierdorf, Gymnasialstraße 10, 15 bis 18 Uhr

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 21

 

Pfarrer Theodor Maas: Opfer des NS-Terrors 

Neue Erkenntnisse zu Leben und Wirken eines Altenkirchener Pfarrers zwischen 1933 und 1945

An Pfarrer Theodor Maas erinnern in Altenkirchen äußerlich nur eine Familiengrabstätte auf dem Waldfriedhof und eine kleine Gedenktafel am Eingang der Christuskirche. Wer allerdings seine noch heute lebenden Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den 30er Jahren befragt, weckt spannende und bis heute berührende Erinnerungen. Das liegt zum einen daran, dass Pfarrer Maas ein überaus beliebter Seelsorger war. Zum anderen hat sich bei den damals jugendlichen Gemeindegliedern eingeprägt, wie dieser Pfarrer von örtlichen Nazis systematisch schikaniert wurde. Dies lag daran, dass er jüdische Vorfahren besaß und zur Bekennenden Kirche gehörte. Seine persönliche Form des Widerstandes erfolgte weniger durch spektakuläre Taten oder Worte. Es war seine zähe Sorgfalt und unbeirrbare Beständigkeit, in der er aller Gleichschaltung zum Trotz eine Gegenwelt zur vorherrschenden Naziideologie organisierte. Pfarrer Maas hielt z.B. evangelischen Religionsunterricht in wechselnden Privatwohnungen ab, nachdem dieser in den örtlichen Volksschulen unterbunden wurde. Viele neue Erkenntnisse werden Gegenstand eines Vortrags mit Aussprache sein, auch Verbindungen mit anderen Bekenntnispfarrern im Kirchenkreis und die bis heute beschwiegenen Umstände seines plötzlichen Todes in der Nacht vom zweiten auf den dritten März 1943.

 

Zielgruppe:              Interessierte aus der Erwachsenenbildung, Multiplikatoren der Männer- und Frauenarbeit des Kirchenkreises, Kollegen der Fächer Religion, Ethik und Geschichte aller Schularten

Leitung:                    Pfr. Michael Straka

Referent:                  Martin Autschbach

Termin:                     Mi., 27.10.2021, 19 Uhr, im Ev. Gemeindehaus Gebhardshain, Hachenburger Straße

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 22

 

„Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn, wer ihn aber liebhat, der züchtigt ihn bald.“(???)

Gesprächsrunde zum Thema: Körperstrafen aus religiösen Gründen

In seinem Buch „Gegen die Gewalt. – Warum Liebe und Gerechtigkeit unsere besten Waffen sind“ (2. Auflage 2019) widmet der bekannte Kriminologe Christian Pfeiffer dem Thema „Religion und Gewalt“ ein ganzes Kapitel. Ein wichtiger Abschnitt ist überschrieben: „Religion und elterliche Gewalt bei freikirchlichen Familien“. Pfeiffer zitiert hier aus einem Erziehungsleitfaden des amerikanischen Pfarrers Michael Pearl und seiner Frau Debi, der praktische Tipps für ein ritualisiertes Prügeln ungehorsamer Kinder gibt: „Wenn es Zeit wird, die Rute anzuwenden, atmen Sie tief ein, entspannen Sie sich und beten Sie: Herr, lass das eine gute Lektion werden.“

Diese oder ähnliche „Ratgeber“ kursieren in strenggläubigen evangelischen Gemeindekreisen und ihr Vorhandensein hat mittlerweile zu erfolgreichen Gegenmaßnahmen des Kinderschutzbundes über die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien geführt. Aber leider wissen Beratungsstellen, Jugendämter und erfahrene Schulleitungen: Christian Pfeiffers Forschungsergebnisse haben einen Realtitätsgehalt auch in unserer Region. Mit steigender Religiosität steigt in evangelisch-freikirchlichen Familien auch die Bereitschaft, ihre Kinder zu schlagen. Dass „der Vater zur Rute oder zum Gürtel greift“, wird biblisch begründet und geschieht aus religiöser Überzeugung. Jüngere Schüler erzählen das mitunter ganz offen.

Wir wollen angesichts der skizzierten Problemlage zu einer ersten Gesprächsrunde zusammenkommen um Erfahrungen auszutauschen und auch den eigenen Beratungsbedarf wahrzunehmen. In einem zweiten Schritt wollen wir Fortbildungsangebote für uns planen. In unserem Austausch werden natürlich auch die formalen Vorgehensweisen bei Kindeswohlgefährdung eine wichtige Rolle spielen.

Zielgruppe:              Kolleg*innen aus allen Schulformen, Schulsozialarbeiter*innen, Pfarrer*innen sowie Mitarbeiter*innen aus der Jugendarbeit

Leitung:                    Thomas Krings und Martin Autschbach

Termin:                     Do., 4.11.2021, 14:30 bis 17:30 Uhr, in der Grundschule Altstadt in Hachenburg, Obere Kirchstr. 1

EFWI-Nr.:                 21 ES 2200 05                Zitat im Titel:  Sprüche 13,24

 

„Ihr seid die Schande unserer Schule“ – Ausstellung mit Führungen in der Aula der August-Sander-Schule in Altenkirchen

Für die Ausstellung zur Lebensgeschichte des jüdischen Geschwisterpaares Ruth und Artur Seligmann aus Rosbach wurde der Ausspruch eines Nazi-Lehrers titelgebend. 1935 stellte ein „brauner Pädagoge“ jüdische Schüler, aber auch Kinder aus pazifistischen Elternhäusern vor der versammelten Schulgemeinschaft bloß und unterzog sie einem organisierten Mobbing. Natürlich bleiben diese und andere Alltagsszenen einer Unrechtsgeschichte nicht unkommentiert. Durch Zeitzeugenaussagen im O-Ton, berührende Entdeckungen, durch offene Fragen und viele Impulse aus der Perspektive Jugendlicher ermöglicht die Präsentation einen facettenreichen Zugang zum Thema Holocaust und Schoah.

Die Ausstellungseröffnung erfolgt in der Aula der August-Sander-Schule am Montag, 8. November und ist verbunden mit einem Impulsvortrag zum pädagogischen Konzept. Vom 9.11. bis zum 12.11. sind dann Schulklassen vom 8. Schuljahr bis zur Oberstufe, Konfirmanden- und Jugendgruppen, aber auch Kreise aus der Erwachsenenbildung herzlich eingeladen, die 20 Rollups wahrzunehmen. Referent*innen stehen in diesem Zeitraum auf Absprache hin zur Verfügung. Der Ausstellungskatalog im Klassensatz mit didaktischen Anregungen und zwei Filme zu Ruth und Artur Seligmann werden für Multiplikatoren aus Schule und kirchlicher Jugendarbeit bereitgehalten. Näheres ist bei der Ausstellungseröffnung zu erfahren.

Zielgruppe: Kolleg*innen der Fächer Religion, Ethik und Geschichte, Pfarrerinnen und Pfarrer des Kirchenkreises, Mitarbeiter*innen aus der Jugend- und Erwachsenenarbeit, am Thema Interessierte

Leitung:        Gerhard Hein, Schulleiter der August-Sander-Schule, Altenkirchen

Referent:      Martin Autschbach

Termin:         Mo., 8.11.2021, 15 bis 17 Uhr, in der Aula der August-Sander-Schule Altenkirchen, Glockenspitze,

EFWI-Nr.:     21 ES 2200 23

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Wer Interesse am virtuellen Abi-Gottesdienst 2020 aus Altenkirchen hat: HIER zum Nachlesen

 Einen Brief des Schulreferenten zum Schuljahresbeginn finden Sie HIER

Weiterhin im Schulreferat: ZAHLREICHE MEDIEN ÜBER FRIEDRICH WILHELM RAIFFEISEN

 Außerdem sind folgende Medien im Schulreferat ausleihbar: MEDIENANGEBOTLücke

 Informationen – auch zu Ausleihe und weiteren Medien – gibt es im Schulreferat der Evangelischen Kirchenkreise Altenkirchen und Wied, Stadthallenweg 16, 02681/80 08 27  MAIL
Im Schulreferat könne „Koffer“ zu verschiedensten Themenbereiche ausgeliehen werden, u.a. auch zu den Weltreligionen, zu Generationen-Gesprächen oder ein Bilderbuch-Koffer zu „Flucht und Asyl“. PES.

 

Frühere Berichte über Exkursionen/Konvente finden Sie hier: