Projektarbeit im Kirchenkreis Muku

Seit der Gründung der Partnerschaft war klar, dass der Kirchenkreis Muku unterstützt werden muss. Gemäß der Partnerschaftsrichtlinien der Vereinten evangelischen Mission (VEM) verpflichteten sich die Partner zu ökumenischem Teilen und Handeln. 1983 wurde eine Partnerschaftsvereinbarung festgelegt und dann anlässlich des Delegationsbesuches 1993 ergänzt.

In den ersten Jahren wurden vom Kirchenkreis Muku Projekte vorgeschlagen und dann von uns geprüft. Zum Glück sind wir heute bei einem besseren Verständnis von Partnerschaft angekommen, so dass die Partner frei entscheiden, was sie mit diesem Geld als Projekt durchführen wollen. Am Anfang des Jahres wird uns das Programm zugeschickt und am Ende des Jahres kommt die Abrechnung. Derzeit (2022) stehen Muku jährlich EUR 10.000,- zur Verfügung.

Generelle Übersicht über die Verwendung der Gelder:

Funktionsgelder (bis EUR 1.000,-):

Hiermit werden z.B. Reisen zu den weit entfernten Gemeinden für Beratungen und Schulungen finanziert.

Stipendien (bis EUR 2.500,-):

Es wurde bereits früh beschlossen, jährlich bis zu EUR 2.500,- für Berufsausbildung einzusetzen, etwa in der Bibelschule Muku und Stipendien an den Universitäten Bukavu und Goma. Wir erhalten jährlich die Namen der Studenten, ihre Fachrichtung und den Grad der Ausbildung. Zu unserer Freude sind mehr und mehr Frauen dabei.

Kleinprojekte (EUR 1.000,- bis 2.000,-):

Kleinprojekte sind Arbeiten, die in dem einen Jahr abgeschlossen werden. Häufig sind es Kirchen und Gebäude, die außer für den Gottesdienst für alle Aktionen der Gemeinde genutzt werden können. Dabei organisieren die Gemeindeglieder zunächst in Eigenleistung den Rohbau, erst dann werden die Dachkonstruktion und die Blechdächer finanziert.

Großprojekte (bis EUR 5.000,-):

Das sind meist größere Gebäude, deren Fertigstellung sich über Jahre hinziehen kann.
Seit 2020 ist es die gezielte Unterstützung der Gesundheitsversorgung im ganzen Kirchenkreis.

Abgeschlossene  Großprojekte:

Lagerhaus in Bukavu

Lagerhaus in Bukavu

Lagerhaus in Bukavu

Lagerhaus in Bukavu

Lagerhaus in Bukavu

2006 wurde begonnen, ein Lagerhaus für landwirtschaftliche Produkte in Bukavu zu bauen. Nachdem 2010 bereits EUR 19.000,- verbaut waren, kam die Nachricht, dass laut Planung eine  Hauptstraße über dieses Grundstück führen soll und nicht zu erwarten sei, dass der Kongolesische Staat eine Entschädigung zahlen würde. 2017 aber kam die erlösende Nachricht, dass die Straße anders verlaufen wird. Es konnte weitergebaut werden und 2020 war das Gebäude dann fertig.

Markthalle in Mugogo

Markthalle in Mugogo

Markthalle in Mugogo

Markthalle in Mugogo

Markthalle in Mugogo

2012 wurde in Mugogo ein weiteres wesentlich größeres Lagerhaus geplant und begonnen. Der Ort, etwa 30 km südlich von Muku, ist ein zentraler Warenumschlagplatz. Frauen bringen ihre landwirtschaftlichen Produkte zu Fuß aus weiter Entfernung (bis zu 20 km) zum Markt und tragen am Ende des Tages nicht verkaufte Ware wieder zurück. Dieses Lagerhaus besteht aus acht großen Räumen, die jeweils mit einem großen Tor verschlossen sind. Für einen geringen Mietpreis können die Frauen dort ihre Ware ablegen, verkaufen und eventuellen Rest dort lagern.

Als 2018 ein Delegationsbesuch aus Muku hier zu Besuch war wurde über den zwar langsamen, aber doch stetigen Baufortschritt gesprochen.  EUR 34.000,- waren bereits investiert. Um den Bau zügig fertigzustellen kam man zu der Vereinbarung: Muku bekommt einen Kredit über EUR 40.000,- und die Abzahlung erfolgt über die Reduzierung der jährlich zugesagten Zahlung.
Bereits ein gutes Jahr später war der große Komplex fertiggestellt!

Außerordentliches Projekt

Renovierung Wasserprojekt Manunga