Ältere Berichte aus dem Leben der Partnerschaftsarbeit

Juni 2017:

Insbesondere die Frauenarbeit in Muku, die SFF (Service Femme et famille) hat Vieles zu berichten. Engagiert sind die Frauen derzeit an ganz vielen Stellen:

  • So waren sie auch mit unterwegs bei der großen Kirchenkreis-Bereisung. 340 Kilometer haben sie dabei zu Fuß zurückgelegt um möglichst viele Orte des weiträumigen Kirchenkreises zu erreichen.
  • Viele Frauen lassen sich von Agrarwissenschaftlern schulen, um den Anbau von Feldfrüchten, Obst und Gemüse zu optimieren. Die Mütter der Gemeinde CBCA Muku nutzen auf ihrem gemeinsamen Feld zum Kohlanbau neu erlernte Methoden zur Bodenaufbereitung.
  • Erstmals in diesem Jahr ermöglich die SFF zwei jungen Frauen eine Ausbildung im Bereich „Informatik“. So sollen diese ihre Zukunft besser gestalten können. In einem Schreiben an die Vorsitzende der Frauenhilfe im Kirchenkreis Altenkirchen, Brigitte Busch, danken die Frauen sehr für die Übernahme der Studiengelder und berichten Frauen aus ihrem Leben und der Situation vor Ort.
    „ Bei uns beginnt bald die trockene Jahreszeit, in der es sehr staubig ist, auch weil die Straßen hier nicht asphaltiert sind. In dieser Zeit ist die Bevölkerung anfälliger für Grippe und andere Krankheiten. Da Regen rar wird, sind die Bauern bestrebt, ihr Saatgut auszubringen, um die größte Trockenphase zu umgehen, die im Juni am intensivsten ist.
    Die wirtschaftliche Situation in unserem Land ist nach wie vor katastrophal, d.h. der Wertverfall unserer Landeswährung im Vergleich zum US Dollar ist enorm.
    Die Konsequenz ist eine hohe Inflation, die Staatsdiener bedauern, dass ihre Gehälter nicht steigen und ihre Bezahlung nicht entsprechend ist.“
  • Die gestiegene Arbeitslosigkeit belastet viele Menschen und man erhofft von den bevorstehenden Wahlen im Land, dass sich soziale Verbesserungen ergeben und die Lage insgesamt stabiler wird. Zudem erhoffen sich die Frauen, dass eine Kampagne gelingt, damit künftig mehr Frauen bei den politischen Entscheidungen mitwirken können. Kandidatinnen für die verschiedenen politischen Ebenen sollen gewonnen werden. Auch das  Komitee des SFF will andere Frauen/Mütter ermutigen, sich einzubringen, und bei den nächsten Wahlen verstärkt Frauen in Führungspositionen zu wählen, um deren Präsenz in den Institutionen des Landes bzw. der Regierung zu erhöhen. Die Wahlen – auch im Süd-Kivu – sollen Ende 2017 oder in 2018 stattfinden.
  • Deutlich machen die Frauen aus der Poste Muku, dass insbesondere Frauen und Kinder Opfer der schwierigen Lebensumstände sind. Die Männer haben keine Arbeit und diejenigen, die Arbeit haben, beziehen keine ausreichenden Löhne. Dadurch tragen Frauen und Kinder eine schwere Last, denn sie müssen hart arbeiten und versuchen, ihren Beitrag zum Unterhalt der Familie zu leisten.
  • Ein neues Gebäude entsteht derzeit auf einem Grundstück, das den Frauen gehört, in Mugogo.In Mugogo – dem Schnittpunkt zweier großer Straßen –  soll zudem bald  ein festgebautes „Handels- und Schulungszentrum“ entstehen. Das Projekt, in dem landwirtschaftliche Produkte  angeboten und zweitweise auch gelagert werden können, wurde im Mai 2016 bei dem Besuch der Delegation aus Muku in unserem Kirchenkreis vorgestellt.

 

Einblicke: Herbst 2016:

• So etwas hat es noch nicht gegeben:  Besuch in fast allen Gemeinden des Poste Muku : 

Die  neue  Führungsriege  des  Poste  CBCA  Muku  hat  ihre  in  fünf  Etappen  aufgeteilte  Rundreise  durch  das gesamte  Zuständigkeitsgebiet  beendet :  von  Muku  nach  Camasiga  via  Mulambi,  Tchangoma,  Lusheke  und Musakambo ; von Mwendo nach Bwahungu via Walungu Zentrum, Cigezi,  Bulwi,  Izirangabo und Nindja ;  von Ciherano  nach  Burhinyi  via  irongo ;  von  Cowe  nach  Matebo  via  Ngando,  Bulinzi,  Kele,  Bigombe,  Kalambi, Bilembo, Kamituga, Kitutu und Mikelo ;  von Nzovu nach Shabunda Zentrum via Byangama, Katchungu, Minoro und Lugungu  Allen  Ängsten  und  Unsicherheiten  zum  Trotz  wurde  mit    großer  Aufopferung    die  beschwerliche  Reise angetreten, die teils zu Fuß, teils auf dem Moped/Motorrad mitten durch Waldgebiet erfolgte, oder über unbefahrbare Straßen führte, durch sogenannte rote Zonen, die  von Milizen besetzt sind;

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Bild 1 Superintendent, Evangéliste und Mutter des SFF  auf dem Weg im Gebiet von  Shabunda
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Bild 2 Die Vorsitzende SFF zu Fuß unterwegs im Wald bei Shabunda.

Der  Delegation  gehörten  an :  Rév.  Pasteur  surveillant  Sylvain  Mutarushwa  (Superintendent),  Pasteur Evangéliste Rév. BUYANA MATANDIKO (Pastor), die Vorsitzende des SFF  (Service  femmes et familles) Madame Esther NSHOBOLE,
Außerdem  wurden  sie  begleitet  von  Herrn  Mufumu  Augustin  (Ausschussmitglied  und  Vorsitzender  des Partnerschaftsausschusses),  Herrn  Cuma  Mirindi  Junior  (Entwicklungsbeauftragter  des  Poste),    dem Vorsitzenden des Kinder- und Jugendministeriums. Mehr als 98% der Gemeinden und großen Kirchen  konnten besucht  werden.  Einige  von  ihnen,  vor  allem  in  Shabunda,  hatten  seit  ihrer  Gründung  noch  nie  Besuch  kirchlicher Führungskräfte. Mit übergroßer Freude haben die Gemeindemitglieder ihre Besucher empfangen. Nach  unseren  Besuchen  können  wir  folgendes  feststellen:  – Die  Armut  der Bevölkerung  bedingt  durch  die  Unsicherheit,  die  sporadischen  Angriffe,  die  Vertreibungen,  Erpressungen durch die  Milizen.

– Die Gemeinden  konnten  sich  durch  die  Kriegsereignisse  nicht  normal  entwickeln.  In Shabunda  haben  alle  Gemeinden  den  Bau  von  Kirchen  mit  Ziegeln  begonnen,  jedoch  sind  die  Kosten  für  Zement  und  Bleche    immens,  da  diese  Materialien  per  Flugzeug  transportiert  werden  müssen.

– Mangel  an Pastoren, – Landflucht – Analphabetentum vor allem unter Mädchen und Frauen, – unzureichende Einbindung von  Randgruppen  (Behinderte,  Senioren,  Witwen,  Vergewaltigungsopfer,..),

– Fehlende  Sozialprojekte (Schulen,  Gesundheitszentren,  Diakoniezentren)  vor  allem  in Mwenga und  Shabunda)  – Raub/Diebstahl  auf kirchlichen Grundstücken,  – Hunger,  – sehr  geringe  Gehälter  für  Pastoren,  – mangelnde   spirituelle  Reife  der Gemeindeglieder, – geringe Verbundenheit zur Kirche,…

Von Rév. MUTARUSHWA Sylvain und MUFUMU Augustin.

• Landwirtschaft im Fokus der Entwicklungen in Muku 
Die  Ergebnisse  des  Projekts  « food  security »  (Ernährungssicherheit) können sich  langsam sehen lassen. Die Bauern aus Muku und Umgebung bezweifeln nicht weiter die  Effektivität  der  in  diesem  Projekt  benannten  Maßnahmen  zur  Wiederherstellung,  zum  Schutz bzw.  der natürlichen  Düngung  des  Ackerbodens.  Dieses  Projekt  bezieht  sich  auch  auf  Saatgutexperimente.  Zuletzt wurden  diesbezüglich    Experimente  mit  Kartoffelsaatgut  vorgenommen,  welches  die  Delegation  im  Mai  aus Deutschland mitgebracht hat. Über das Ergebnis dieses Experiments werden wir das nächste Mal berichten.  Erstaunliche Ernten gab es bei Kartoffeln, Möhren, Bananen, es folgt der Maniok. Nachdem  die Maßnahmen und  deren  Anwendung  den Landwirten   verständlich wurden,  kann  nunmehr  die Vermarktung  in  Angriff  genommen  werden,  d.h  die  Bauern  lernen  über  die  Selbstversorgung  hinaus  ihre Produkte zu vermarkten, um somit ihre Einkommen zu verbessern.

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Von  Ir. James Koordinator Food Security

 

• Junge Frauen erlernen in Muku den Beruf der Schneiderin
C:\Documents and Settings\User\Mes documents\IMG_0044.JPGBedingt  durch  Armut  und  die  schlechte  Regierung  sind  Mädchen  in  unserer  Gesellschaft Opfer von Diskriminierung, wenn es um die Wahl geht, ein Mädchen oder einen Jungen zur Schule zu schicken. Dies führte dazu, dass der Anteil an Mädchen, die keine Schule besucht haben, sehr hoch ist. Die Situation der Mädchen ist somit geschwächt und hat eine komplette Abhängigkeit von den Eltern bzw. den Ehemännern zur Folge. In Anbetracht dieser Tatsachen haben die Jugend-/ Kinderbeauftragten des Poste Muku in Zusammenarbeit mit der zuständigen Abteilung des CBCA sowie der finanziellen Unterstützung durch CBM die  Ausbildung  von  30  Mädchen  zur  Schneiderin  organisiert.  Hier  werden  sie  auch  zur  Selbstständigkeit  hin erzogen.Nach  dieser  Ausbildung  arbeiten  sie  als  Schneiderinnen  und  werden  somit  einträgliche  Löhne  erzielen.  Der Teufelskreis von Arbeitslosigkeit, Abhängigkeit und Armut wird somit durchbrochen.
Von MUSHAGALUSA  Président MJC

• Der Service Femme et Famille (SFF) engagiert sich verstärkt für die Qualifikation von Frauen und Mädchen

C:\Documents and Settings\User\Mes documents\SAM_1735.JPGEs ist jedem bewusst, dass  die Qualifizierung von Frauen und Mädchen ein wichtiger Aspekt    zur  Selbstbe-stimmung  der  Frau  darstellt.  Daher beinhaltet das Programm des Service Femme et Famille im Poste  Muku Seminare zu diversen Themen, wie  z.B. :  Selbstbestimmung der  Frau,  gegenseitige  Solidarität,  Gesundheit  von  Müttern,   Unternehmerinnen sowie Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

C:\Documents and Settings\User\Mes documents\IMG_0047.JPGDie  Stererotypen,  die  Gebräuche  und  Gewohnheiten,  die  finanzielle  Abhängigkeit, Mutterschaft,  Analphabetentum,  sexuelle  sowie  geschlechtsspezifische  Gewalt…  dieses  ganze  Übel  zerstört unsere Gesellschaft und macht Frauen und Mädchen verwundbar.  Mit Unterstützung aus Altenkirchen setzt sich der Service Femme et Famille Poste Muku für die Verbesserung der Lebensbedingungen    der  Frauen ein.  Dies  erfolgt  durch  gezielte  Qualifizierung  bzw.  Schulungen,  u.a.  für Unternehmerinnen, für Mädchen und Frauen zur Selbstverwaltung durch Erlernen eines einträglichen Berufs. Auch Mikro-Kredite und Verbesserungen in Landwirtschaft und Viehzucht sind hier Thema.Wir  weisen  darauf  hin,  dass  der  SFF  in  Mugogo  ein  Ausbildungszentrum  eröffnen  möchte,  das  speziell  für Frauen  und  Mädchen,  die  Opfer  von  Gewalt  wurden,  abgestimmt  ist.  Hier  sollen  unterschied- liche  Berufe erlernt werden können, um die Frauen somit unabhängiger zu machen.  Die Frauen in Shabunda und Mwenga sind Opfer von Erpressung und veralteten Bräuchen und benötigen verstärkt  Begleitung/Beistand.  Als  Beispiel  sei  genannt,  dass  es  Mädchen  und  Frauen  in  den  Monaten  Juli  und August  nicht  erlaubt  ist,  sich  frei  zu  bewegen,  ohne  Strafen  fürchten  zu  müssen.  Dies  ist  so,  weil  der  Geist Lega « KIMBIRIGITI » sich in Nähe des Dorfes niederlässt zwecks traditioneller Riten.
Von Madame NSHOBOLE Esther

• Ruhestand der Pastoren in Muku : Wie geht das Leben nach der Verrentung weiter ?

In  der  Gemeinde  CBCA  ist  in  Artikel  195  festgelegt,  dass Pastoren  im  Alter  von  65  Jahren  in  den  Ruhestand    gehen.  Außerdem  ist  vorgesehen,  dass  im  Alter  von  62 Jahren der Betroffene die Gemeinde aussucht,   in der er seinen Ruhestand verbringen möchte. In diesem Jahr sind  im Poste Muku vier Pastoren  in Ruhestand gegangen, darunter  einer  in Shabunda :  Herr  Rév. BUSIL WATUNDA,  einer  in  Walungu :  Herr  Rév. MATUMUABIRHI MULOLO und zwei  in Mwenga :  Herr  Rév. MUSUNGA MUKULUTAKI und Herr Rév. WIYALIKA.
Bittere Wahrheit ist jedoch, dass die Pastoren durch den Ruhestand auf ihr Ende zugehen.   Durch die Tatsache, dass  wir  es  versäumt  haben,  für  sie  finanziell  vorzusorgen,  sind  Müßiggang  und  das  Gefühl,  sich  von  der Gesellschaft ausgegrenzt zu fühlen, denkbare Konsequenzen. Die Kirche ist aufgerufen, Maßnahmen zur Begleitung der Senioren zu ergreifen und bereits 10 Jahre vor Eintritt in  den Ruhestand  entsprechende  Vorbereitungen  zu  treffen.  Somit  sollen  sowohl  der  Pastor  selbst  als  auch seine biologische Familie entsprechend auf den Ruhestand vorbereitet werden.

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Von Rév.BUYANA MATANDIKO  und MUFUMU Augustin

 

• Sintflutartiger Regen bringt Verwüstung in Camasiga

Nach  einer  langen,  bisher  so  noch  nie  dagewesenen  Dürreperiode  ist  Ende  September  2016  sintflutartiger Regen mit Hagel auf Camasiga und Umgebung niedergegangen und hat dort enorme Schäden auf Feldern und an Häusern verursacht. Mehrere Hektar an Hirse- und Bohnenfeldern sowie Gemüsefelder wurden vernichtet. Die (Dach-) Bleche von mehr als 20 Häusern, darunter auch das des Pastors der Gemeinde Camasiga, wurden vom  Hagel  beschädigt  und  der  gesamte  Dachstuhl  der  Kapelle  in  Bongwa  wurde  vom  Orkan  weggeweht.

Von  Rév. MUTARUSHWA Sylvain und Cuma MIRINDI Junior

Einblicke: Juli 2016:

Frauen in MUku

Nach dem Besuch den
Blick nach vorn gerichtet

Partnern aus Muku liegen viele Projekte am Herzen

„Wir bewahren eine sehr gute Erinnerung an viele gute Momente, die wir gemeinsam verbracht haben, und an den gegenseitigen Austausch über die Arbeit unserer beiden Kreise Muku und Altenkirchen“. So resümiert Superintendent Reverend Sylvain Muhindo in einem Schreiben an den Vorsitzenden des Ausschusses für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit im Kirchenkreis, Pfarrer Peter Zahn, die Eindrücke der Delegationsreise im Mai.
Drei Wochen waren Superintendent Reverend Sylvain Muhindo, die Vorsitzende der Frauenarbeit  Esther Nshobole, Augustin Mufumu, zuständig für Partnerschafts- und Entwicklungsarbeit in Muku, Opportune Bisobekwa von der Frauenarbeit und Schulleiter Bingwa Kulimushi in unserem Kirchenkreis unterwegs.
Dankbar ist die Gästegruppe für die freundliche Aufnahme und Begleitung, ob von Ausschuss, Leitungsgremien  oder den vielen Familien und ehrenamtlich Engagierten, die ihnen zur Seite standen.
„Auch wenn die Sprache ein Hindernis war, so haben wir sie im Gegenzug überwunden durch die Liebe, die uns gezeigt wurde.“
Dem Schreiben an den Partnerschaftsausschuss haben die afrikanischen Freunde auch Fotos beigefügt, die ihre ihnen derzeit besonders wichtigen Projekte dokumentieren, an denen sie engagiert arbeiten und weiterarbeiten wollen.

So das Projekt ein Lagerhaus in Mugogo zu errichten: Dies soll helfen den Absatz der landwirtschaftlichen Produkte zu erleichtern und die Landwirtschaft  insgesamt stützen. Da bislang ein Geschäft und Lagerhaus für die Ernteprodukte fehlt, müssen die Menschen, die von Muku aus ihre Produkte zum Marktplatz nach Mugogo tragen, diese – wenn unverkauft – wieder mühsam zurücktragen oder können sie nur zu sehr niedrigen Preisen „verschleudern“.
Für das Projekt „Lagerhaus“ wollen die Afrikaner gemeinsam mit den deutschen Partnern an dem Finanzierungskonzept weiterarbeiten.

Bodenpflege

Alle Möglichkeiten zur Verbesserung des landwirtschaftlichen Ertrages im Kirchenkreis Muku sollen angepackt werden. Insbesondere der Pflanzenschutz und der Schutz vor Bodenerosion werden zunehmend wichtiger.

Ein wichtiges Anliegen ist den Partner in Kongo auch die kontinuierliche Weiterarbeit des  „Dienstes für Frauen und Familien“. Hier wird vielfältig Frauen, Witwen, Mädchen und Kinder in besonders schwierigen Situationen geholfen. Gerade die weibliche Bevölkerung leidet besonders unter den Folgen, die Krieg und Gewalt in der Region am Kivu-See hinterlassen haben. Einige Aktivitäten, wie z.B. die Herstellung von kleinen Öfen, ermöglicht es den Frauen, die ansonsten allein ihre schwierigen Lebensbedingungen schultern müssen, dass sie nicht nur Geld verdienen können, sondern auch durch die daraus entstehenden sozialen Kontakte (mit anderen Frauen), gestärkt werden.

Handwerkliches

Durch den Verkauf selbsthergestellter Waren – etwa dieser „Kleinöfen“ – können Frauen in Muku ihre Lebensbedingungen verbessern. (Alle Fotos: privat/KK Muku)

„Wir hoffen zudem,  dass sich die Beziehungen zwischen Schulen, Krankenstationen, landwirtschaftlichen Zentren und der Forschung von Altenkirchen und denen in Muku entwickeln“, unterstreicht Pasteur Surveillant.  So seien im Bereich von Schule/Erziehung neue Modelle denkbar, etwa in Form von Patenschaften, die den Schulbesuch von  Kindern aus armen Familien möglich machen.

Besuch im Kirchenkreis Altenkirchen Mai 2016

Mit vielen Eindrücken
zurück in die Heimat

Mehrwöchige Besuchstour der Partner aus Muku brachte Begegnungen zuhauf

Wieder gut in ihrer afrikanischen Heimat gelandet sind unsere Gäste aus dem Partnerkirchenkreis Muku (Demokratische Republik Kongo), die für drei Wochen bei uns sein konnten, vieles erlebt haben und nun ihre Eindrücke und Erfahrungen in  ihren Gemeinden und Einrichtungen im fernen Afrika teilen wollen.

Nach sechs Jahren war es erstmals wieder möglich eine Delegation aus dem Partnerkirchenkreis Muku willkommen zu heißen. Superintendent Reverend Sylvain Muhindo, die Vorsitzende der Frauenarbeit  Esther Nshobole, Augustin Mufumu, zuständig für Partnerschafts- und Entwicklungsarbeit in Muku, Opportune Bisobekwa von der Frauenarbeit und Schulleiter Bingwa Kulimushi nutzten die Zeit bei uns,um hier viele persönliche Kontakte zu vertiefen und neue zu knüpfen.
Außer Augustin Mufumu, der schon einmal im Zuge früherer Partnerschafts (bau) Aktion im Kirchenkreis Altenkirchen war, erlebten die vier anderen Delegationsmitglieder, vor allem auch der „neue“ Superintendent Sylvain Muhindo zum ersten Mal unsere Region.

Empfang im Gemeindehaus Daaden

Mit Gaesten

Feierlicher Empfang der Gäste aus dem Partnerkirchenkreis  Muku durch den Partnerschaftsausschuss/Kirchenkreis im Gemeindehaus in Daaden.  Auf drei austauschreiche Wochen freuen sich mit allen Partnerschafts-Aktiven (v.l.): Bingwa Kulimushi, Opportune Bisobekwa, Superintendent Sylvain Muhindo, Superintendentin Andrea Aufderheide, Esther Nshobole, Augustin Mufumu, Pfarrer Peter Zahn und Pfarrer Joachim Dührkopp. Fotos: Petra Stroh

MB49

In vielen Kirchengemeinden, bei Gruppen und Einrichtungen, in Gottesdiensten – hier in Weyerbusch -, in Schulen und Ausschusssitzungen waren die Besucher aus dem Partnerkirchenkreis Muku mit ihren vielen ehrenamtlichen Begleitern unterwegs und suchten den Austausch.